Prozess um Überfall auf Juwelier: Zeugin belastet Angeklagten

Justiz : Überfall auf Juwelier: Zeugin belastet Angeklagten

Der 41-Jährige, der wegen eines Überfalls auf einen Juwelier in Wittlich derzeit vor Gericht steht, ist am dritten Verhandlungstag schwer belastet worden. Eine Zeugin hat ihn auf einem Foto bei der Polizei eindeutig als Täter identifiziert, wie sie aussagt.

() Mit der Vernehmung von Zeugen ist der Prozess gegen einen Mann am Donnerstag fortgesetzt worden, der wegen eines Überfalls auf einen Juwelier in Wittlich im Januar 2017 angeklagt ist.

Eine Zeugin belastete den 41-Jährigen dabei schwer. Er sei ihr von einem gemeinsamen Bekannten vorgestellt worden und habe im Januar 2017 etwa fünf Wochen lang bei ihr gewohnt. In dieser Zeit habe er ihr gegenüber den Überfall auf den Juwelier gestanden. Zudem habe er eine „scharfe Waffe“ gehabt und regelmäßig Heroin konsumiert. Die Frau hat den Angeklagten auf einem Fahndungsfoto bei der Polizei, wo sie wegen eines anderen Falls war, eindeutig identifiziert. Später hat sie eine Tasche mit Kleidung, die von dem Angeklagten stammen soll, zur Polizei gebracht, um diese auf DNA-Spuren untersuchen zu lassen. Da sie vor Gericht mehr Details nannte als bei ihrer Vernehmung bei der Polizei, hatte der Verteidiger des Angeklagten zahlreiche Nachfragen und hielt der Frau ihre Polizei-Aussage mehrfach vor. Doch die Zeugin beharrte auf ihren Worten.

Zuvor hatten zwei Mitarbeiterinnen des Juweliers ausgesagt. Eine von ihnen leidet nach eigener Aussage noch heute unter den Folgen des Überfalls. Vor allem ihre damals sechsjährige Tochter, die während des bewaffneten Überfalls im Laden war, erwähne den Vorfall noch heute, wie die Zeugin unter Tränen aussagte. Die andere Frau sagte aus, dass der Täter die Waffe gespannt habe und dass er eine ihrer Kolleginnen verbal und mit der Waffe bedroht habe. Beide bestätigten die Tat wie in der Anklage, wonach der Mann kurz vor Ladenschluss an jenem Mittwoch im Januar 2017 den Laden betrat und die Mitarbeiterinnen aufforderte, das Bargeld herauszugeben. Als sich die Kasse nicht öffnen ließ, nahm er den kompletten Behälter mit und flüchtete.

Der Prozess wird am Montag. 5. August, mit der Vernehmung weiterer Zeugen um 9 Uhr am Landgericht Trier fortgesetzt. Ursprünglich war dieser Termin der letzte geplante. Dass aber am Montag Plädoyers gehalten und das Urteil  fallen wird, ist derzeit eher unwahrscheinlich.

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