Prüfung für den Ernstfall

Doch es ist ein langer Weg, bis aus einem Familienhund ein geprüfter Rettungshund wird. Tier und Führer müssen viel trainieren und mehrere Prüfungen absolvieren, bevor sie das Team der Rettungshundestaffel verstärken dürfen.

Wittlich/Morbach. Das Handy klingelt, draußen regnet es in Strömen, ein Blick zur Uhr zeigt: 2.37 Uhr, am Handy nur knapp: "Wir haben einen Einsatz, komm zum Treffpunkt." "Wo müssen wir hin, wer wird vermisst?" Es bleibt immer nur wenig Zeit, um sich auf den Einsatz vorzubereiten. Schnell die Einsatzkleidung anziehen, Rucksack packen, frisches Wasser und Leckerchen auffüllen. Dann zum Treffpunkt.
So beginnen die meisten Einsätze der BRH-Rettungshundestaffel Eifel-Mosel. Denn Rettungshunde werden nicht nur in Katastrophengebieten eingesetzt. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 100 000 Menschen als vermisst gemeldet. Für solche Suchen wurden die Rettungshunde der BRH-Rettungshundestaffel Eifel-Mosel dieses Jahr bereits 20mal alarmiert.
Doch es ist ein langer Weg, bis aus einem Familienhund ein geprüfter Rettungshund wird. Hund und Hundeführer müssen jede Woche trainieren und mehrere Prüfungen absolvieren, bis es im Einsatz heißen kann: "Such und Hilf". Denn nur Hunde mit bestandener Prüfung und Hundeführer mit entsprechender Ausbildung dürfen beim Bundesverband Rettungshunde zur Personensuche eingesetzt werden.
So haben Tina Caspari und Bounty in Ulm die jährliche Mantrailprüfung bestanden. Markus Schumann mit Elsa, Peter Schumann mit Jana und Tanja Morscheit mit Vino bestanden in Saarbrücken die Wiederholungsprüfung in der Flächensuche.
Im Energiepark Morbach legten vier weitere Flächensuchteams (Werner Neumann mit Jara, Monika Ketter mit Anton, Peter Schumann mit Duke und Waltraud Braun mit Mila) die Wiederholungsprüfung erfolgreich ab. Yvonne Werncke bestand mit Creole die Hauptprüfung und verstärkt nun die Teams der Rettungshundestaffel Eifel-Mosel.
Damit verfügt die Rettungshundestaffel Eifel-Mosel nun über zwei geprüfte Mantrailer und zehn geprüfte Flächensuchhundee. Die BRH-Rettungshundestaffel Eifel-Mosel ist im Katastrophenschutz anerkannt. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, jeder trägt die Kosten für seine Hunde, Einsatzkleidung und Einsatzgepäck selbst. Nur so ist es möglich, dass die Einsätze kostenlos sind. red
Wer das Engagement der Zwei- und Vierbeiner unterstützen will oder an aktiver Mitarbeit interessiert ist, kann sich auf der Homepage: http://www.rhs-eifel-mosel.de informieren.