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Pünderich hat einen neuen Bürgermeister

Pünderich hat einen neuen Bürgermeister

Der Gemeinderat Pünderich hat am Montagabend einstimmig Hans-Werner Junk zum Ortsbürgermeister gewählt. Ebenso einstimmig fiel das Votum für den ersten Beigeordneten, Jochen Jäscke, und den zweiten Beigeordneten, Markus Busch, aus.

Pünderich. Die Gemeinde Pünderich ist wieder voll funktionsfähig. Nachdem bei der Kommunalwahl im Mai niemand für das Amt des Ortsbürgermeisters kandidierte und danach auch der Gemeinderat keinen Bewerber finden konnte, hatte die Kreisverwaltung Cochem-Zell als Kommunalaufsicht VG-Chef Karl-Heinz Simon, er ist selbst ein Pündericher, zum Beauftragten für die Gemeinde bestimmt. Im Ort war auch bis zuletzt niemand bereit, das Amt des Beigeordneten zu übernehmen.
Am Montagabend hat nun der Gemeinderat einstimmig Hans-Werner Junk zum Ortsbürgermeister gewählt. Er hatte sich zuvor bereit erklärt, das Amt zu übernehmen. Der 65-jährige Rentner sagte auf der anschließenden Bürgerversammlung: "Ich bin mir sicher, dass wir den liebenswerten und lebenswerten Ort gemeinsam voranbringen können."
Bürger können sich einbringen


Junk dankte Karl-Heinz Simon, der trotz seines vollgepackten Terminkalenders in den vergangenen Monaten alle Verwaltungsaufgaben für den Ort erledigt hatte. Simon und Junks Vorgänger Werner Lay, der das Amt des Ortsbürgermeisters zehn Jahre innehatte, haben dem neuen Ortschef ihre Unterstützung zugesagt.
In der anschließenden Bürgerversammlung wurden verschiedene Themen besprochen. Wichtigster Punkt: Unter dem Motto "Zukunftswerkstatt 2020" sollen Arbeitskreise gebildet werden, die sich über die Weiterentwicklung des Ortes Gedanken machen. Jeder Bürger kann sich dabei einbringen. Einen großen Raum nahm das Thema Demografie ein.
Pünderich hat zurzeit nur noch 870 Einwohner. Vor 50 Jahren waren es noch knapp 1100. Weil in der Vergangenheit kein Neubaugebiet ausgewiesen wurde, ziehen junge Pündericher in Nachbarorte, beispielsweise nach Briedel, wo noch Bauplätze zur Verfügung stehen. Im Ort selbst gibt es noch zahlreiche Baugrundstücke, die Besitzer wollen diese aber nicht verkaufen. Die Gemeinde will nun eine Datenbank erstellen und alle Baugrundstücke und leer stehenden Häuser auflisten, um mögliche Käufer und Immobilienbesitzer zusammenzubringen. sim