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Purer Klang, pures Ensemble in der ehemaligen Synagoge

Purer Klang, pures Ensemble in der ehemaligen Synagoge

Von der Renaissance bis zu Sting: Die Formation Singer Pur ist in Wittlich in der ehemaligen Synagoge aufgetreten. Die fünf Sänger und die Sopranistin haben das Publikum im fast voll besetzten Haus begeistert.

Wittlich. Sechs Stimmen, hell und sauber intoniert haben die Zuhörer in der ehemaligen Synagoge in Wittlich begeistert. Die Formation Singer Pur, eine Sängerin und fünf Sänger, präsentierte sich mit ihrem Programm "A Thousand Year".
Die sechs Künstler sangen passend zum Motto des Programms Volkslieder aus der Renaissance, Romantik und Moderne, bis zur Musik von Sting, dem sie ihre neueste CD-Produktion gewidmet haben. Die Jahrhunderte rücken zusammen, denn die Werke stehen nebeneinander, nach Themen geordnet - uralte Themen, wie Liebe und Tod, Nacht und Träume oder Heimat und Fremde, die zu jeder Zeit Auslöser für Kunstwerke waren und sind.
Vielleicht könnte die emotionale Tiefe noch vergrößert werden, wenn zum Beispiel bei Summertime von Gershwin der Focus, neben anderem, nicht auf distinguierter Schönheit des Klangs läge. Aber das ist eine Stilfrage: Wenn diese Solisten als Singer Pur auftreten, sind sie pures Ensemble. Akrobatisch und humorvoll bei Ligetis "Cuckoo in the pear-tree", volltönend und beseelt bei Mendelssohns "Abschied vom Walde" und Gänsehaut erzeugend bei Strauss\' "Traumlicht". red