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Querschnitt aus dem grafischen Werk

Querschnitt aus dem grafischen Werk

Vor drei Jahren lockten Leonardo da Vincis Maschinen 6000 Besucher ins Stadthaus "Alter Bahnhof" in Traben-Trarbach, 2008 begeisterte "Der unbekannte Dali". Jetzt dürfen sich die Kunstliebhaber auf eine beeindruckende Ausstellung mit Werken des weltbekannten österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser freuen.

Traben-Trarbach. (GKB) Die Schau wird von der Tourist-Information in Zusammenarbeit mit der ExtraMax Art Exhibtion präsentiert und ist bis zum 1. August zu sehen. Am 26. März wird die Ausstellung eröffnet.

"Wir haben schon die ersten Anfragen für Gruppenführungen", freut sich Claudia Richter von der Tourist-Information, die 3000 Info-Briefe verschickt hat und bereits mit sechs großen Schildern an den Ortseingängen auf die Austellung aufmerksam macht. "Momentan sind wir in der Vorbereitungsphase und mit der Erstellung von Broschüren und Plakaten beschäftigt. Überdies geht es um die Einstellung von Personal, und Sponsoren werden noch gesucht", sagt Claudia Richter im Gespräch mit dem TV.

Der Künstler wurde am 15. Dezember 1928 als Friedrich Stowasser in Wien geboren. Später nannte er sich Hundertwasser; "sto" bedeutet in einigen slawischen Sprachen hundert. Seinen Vornamen änderte er in Friedensreich und ergänzte ihn mit "Dunkelbunt" und "Regentag" um zwei weitere Namen. Seine Kunst ist bunt und fällt ins Auge, und das nach seinen Vorstellungen von 1983 bis 1985 in Wien gebaute "Hundertwasser-Haus" ist bis heute eine Touristen-Attraktion. Zahlreiche Bauwerke entstanden auch in Deutschland. Der im Jahr 2000 verstorbene Künstler setzte sich für eine natur- und menschengerechtere Architektur ein.

In Traben-Trarbach soll sein Schaffen als Maler, Architekt und Ökologe dokumentiert werden. Die Ausstellung im Stadthaus wird einen Querschnitt aus dem außergewöhnlichen grafischen Werk von 1951 bis 1999 zeigen. Originalplakate, die er für Umweltaktionen geschaffen hat, präsentieren ihn als visionären Künstler, dem ein Leben in Harmonie mit der Natur und der Schutz der natürlichen Lebensräume am Herzen lag. Der vielseitige Künstler schuf auch Objekte und Gebrauchsgegenstände, und in der Ausstellung sind auch einige von ihm entworfene Briefmarken zu sehen. Fotos, Texte und Handschriften über das Leben und Werk des Weltbürgers ergänzen die Schau, die montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein wird und auch samstag, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden kann. Gruppen können vor 12 Uhr die Ausstellung besuchen und jederzeit eine Sonderführung bestellen.

Führungen gibt es überdies immer samstags, sonntags und an Feiertagen um 15 Uhr. Auskunft erteilt die Tourist-Information Traben-Trarbach, Telefon 06541/83980.