Quote steigt weiter

KREIS BIRKENFELD. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Dezember im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach, die bis Ende 2003 noch Arbeitsamt Bad Kreuznach hieß, um 678 auf 13 760 gestiegen.

Der Zuwachs liegt damit nach Information der auch für den Kreis Birkenfeld zuständigen Arbeitsagentur leicht unter dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre. Im Vergleich zum Dezember 2002 gab es 641 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 8,7 Prozent. Das ist ein Plus von 0,4 Prozent gegenüber November. Die meisten Arbeitslosmeldungen kamen aus dem Baugewerbe (329). Der Anstieg der Arbeitslosenzahl im Baugewerbe sei ebenso jahreszeitlich üblich wie die Zugänge aus Handel (184) und Gastgewerbe (88), erklärt die Behörde. In Birkenfeld liegt die aktuelle Erwerbslosenquote bei 8,0 Prozent (1043), in Simmern bei 8,5 (2857) und in Idar-Oberstein bei 10 Prozent (3037). Jahresdurchschnittlich waren im Gesamtbezirk im vorigen Jahr 13 724 Personen arbeitslos (Quote: 8,7 Prozent). Dies ist der höchste Wert seit 1998. Im Laufe des Jahres 2003 meldeten sich 25 609 Personen arbeitslos. Dies sind 10,8 Prozent mehr als im Jahr 2002. Aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet haben sich in 2003 insgesamt 12 706 Menschen. Als "nichtbefriedigend" beschreibt die Agentur für Arbeit die Zahl der gemeldeten Stellen. Mit 9097 Stellenangeboten wurde das Ergebnis vom Jahr 2002 zwar um 2,4 Prozent gesteigert, es lag jedoch deutlich hinter den erwarteten 9500 Stellen. Dieses Ziel hatte sich die Agentur für Arbeit Bad Kreuznach selbst gesetzt. Die Zahl der Kurzarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 725 und reduzierte sich gegenüber 2002 um 41. Die Anzahl der Betriebe, die Kurzarbeitergeld beantragten, um eingearbeitete Kräfte auch während wirtschaftlich schwerer Zeit behalten zu können, stieg auf durchschnittlich 116. "Dies ist der höchste Wert in den letzten zehn Jahren", erklärt die Behörde.

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