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Freizeit: Radler sollen Nationalpark erfahren

Freizeit : Radler sollen Nationalpark erfahren

Der Landkreis Birkenfeld, das Nationalparkamt und die Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen haben in Hunsrück und Hochwald diverse Radprojekte ausgearbeitet, die gemeinsam einen weiteren Bestandteil der Bikeregion Hunsrück-Hochwald bilden.

Radfahren rund um und im Nationalpark: Im Frühling locken der erste Sonnenschein und die warmen Temperaturen regelmäßig die Radfahrer in die freie Natur. Sportler und Freizeitradler sollen künftig den Nationalpark Hunsrück-Hochwald für ihre Touren besser nutzen können. Dafür entwickelt die Kreisverwaltung Birkenfeld eine rund 80 Kilometer Rundtour um den Nationalpark. Sie führt vom nordöstlichen Ende bei Mörschied in der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen über Kirchweiler und Hattgenstein bis zum südwestlichsten Punkt ins saarländische Nonnweiler. Von dort verläuft die Route über Neuhütten und Börfink knapp unterhalb des Erbeskopfs vorbei über Wirschweiler, Sensweiler und Kempfeld wieder zum Ausgangspunkt. Der Einstieg in die Runde ist natürlich überall möglich.

„Wir wollen auch den Rad fahrenden Besuchern einen Anreiz geben, sich mit dem Nationalpark zu beschäftigen“, sagt Michael Dietz von der Kreisverwaltung Birkenfeld, die die Runde ausgearbeitet hat. Das Fahrrad sei das ideale Fortbewegungsmittel, um sich sportiv und naturnah im Umfeld des Nationalparks zu bewegen. Mit E-Bikes können auch weitere Strecken bewältigt werden. Da viele Radfahrer auch wandern und Wanderer auch radfahren, eröffne man mit diesem Konzept weiteren Menschen den Nationalpark. Da eine durchaus sportliche Kondition bei der Bewältigung der Gesamtstrecke notwendig ist – immerhin sind auf der Runde etwa 1500 Höhenmeter zu überwinden – versuchen die Initiatoren, auch ansonsten sportliche Menschen dem Nationalpark anzunähern.

In der Regel verläuft die Strecke über Asphalt oder wassergebundene mineralische Decken.

„Bis auf schmale Rennradreifen sind eigentlich alle vernünftig ausgestatteten Räder nutzbar,“ sagt Dietz. Die Ausschilderung der Tour mit dem Arbeitstitel Nationalpark-Rundroute soll im Sommer erfolgen. Die offizielle Eröffnung der Rundstrecke ist für September 2020 vorgesehen. Ob dieser Termin in Zeiten von Corona noch zu halten ist, ist derzeit ungewiss. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 116 000 Euro.

Doch ist auch an die Radfahrer gedacht, die kürzere Strecken fahren wollen. Denn das Nationalparkamt hat zehn Strecken ausgearbeitet, die durch den Nationalpark führen und mit denen die 80 Kilometer lange Rundtour um den Nationalpark abgekürzt werden kann. Zwei Strecken führen längs durch den Nationalpark, acht Strecken queren ihn. Dazu gehören beispielsweise eine 13,7 Kilometer lange Passage von Thiergarten nach Brücken, eine Querung vom Röderbachtal bei der B 327 bei Dhronecken nach Rinzenberg bei Birkenfeld und eine vom Sauerbrunnen in Oberhambach zum Nationalparktor Erbeskopf.

Diese naturnahen Radrouten beginnen stets an der Rundtour und führen teilweise über geschotterte Wege, sagt Harald Egidi, Leiter des Nationalparkamts. „Man sollte über ein geländegängiges Fahrrad verfügen“, sagt er. Die Radrouten seien Teil des Gesamtkonzepts der Bikeregion. Eingebunden seien dabei Sehenswürdigkeiten wie die Wildenburg und der Erbeskopf. Ausgespart sind die sensibelsten Bereiche des Nationalparks. Auch diese zehn Strecken sollen bis September 2020 ausgeschildert sein.