1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Radweg von Klausen nach Himmerod entlang sakraler Sehenswürdigkeiten

Radtourismus : Pilgerradweg für die VG Wittlich-Land

Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land will den Radtourismus in der Eifel ankurbeln. Die Strecke führt entlang der sakralen Sehenswürdigkeiten von Klausen bis Großlittgen.

Die Mose­laner sind schon lange darauf spezialisiert, doch die Eifeler holen auf: Denn die Verbandsgemeinde Wittlich-Land will den Radtourismus in der Eifel ankurbeln – und das mit einem einzigartigen Konzept: Neben dem Maare-Mosel-Radweg soll man künftig auch auf einem Pilgerradweg durch die VG Wittlich-Land radeln können. Los geht es an der Wallfahrtskirche in Klausen. Ziel ist das Kloster Himmerod bei Großlittgen. Der Radweg führt von Klausen über Esch, Salmtal, Dreis, Bergweiler, Hupperath und Minderlittgen bis Großlittgen.

Doch bei dieser touristischen Attraktion geht es, wie der Name schon sagt, nicht nur ums Fahrradfahren. Denn die 45 Kilometer lange Strecke führt nicht zufällig entlang der sakralen Sehenswürdigkeiten der Verbandsgemeinde. Wer also auf diesem Pilgerradweg künftig unterwegs ist, der bekommt auch Kirchen, Klöster und Kapellen zu sehen und darf dort natürlich auch seinen Glauben praktizieren: Statt des Sinnspruchs „ora et labora“ (lateinisch für bete und arbeite) passt für den Pilgerradweg dann eher „ora et vehe“ (lateinisch für bete und fahre). Der Verbandsgemeinderat hat das Projekt in seiner jüngsten Sitzung in Plein einstimmig mit einem Beschluss zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn vorangetrieben.

Bürgermeister Dennis Junk: „Das ist ein Highlight, das wir da bekommen. Ich bin mir sicher, wenn wir eine vernünftige Beschilderung dort haben, sehen wir da auch viel Radverkehr.“ Und mit E-Bikes, sagt Junk,  sei es auch für Radtouristen von der Mosel kein Problem, den Pilgerradweg bis zum Kloster Himmerod anzusteuern. Zur Umsetzung des Projekts sind nur Bauarbeiten in überschaubarem Rahmen notwendig. Denn der 45 Kilometer lange Radweg soll über bestehende Feld- und Waldwege führen. Junk: „An vielen Stellen ist er schon gut asphaltiert oder geschottert.“ Demnach müssten die bestehenden Wege nur an sieben Stellen nachgearbeitet werden, um die Oberflächen radfahrtauglich zu gestalten.  Junk: „Auf einigen grob geschotterten Feldwegen muss feineres Material aufgetragen werden. Nur bei Großlittgen sei aufgrund von Ausschwemmungen des Weges eine Asphaltierung notwendig, was jedoch noch mit dem Ortsgemeinderat besprochen werden müsse.

Ansonsten sei das gesamte Wegenetz für den Radweg bereits vorhanden.  Der größte Anteil der Wege befinde sich im Eigentum der Gemeinden. Ein Waldweg fällt in den Bereich der Landesforsten. Viel Arbeit dürfte hingegen mit der Beschilderung der 45 Kilometer langen Strecke auf die Verbandsgemeinde zukommen.

Wie auf einer Ausschusssitzung der Verbandsgemeinde angeregt wurde, solle eine mögliche Anbindung des Radweges an den Salmtaler Bahnhof geprüft werden.

Finanzen: Für die erstmalige Herstellung des Radweges inklusive Beschilderung rechnet die Verbandsgemeindeverwaltung mit Kosten von mehr als 200 000 Euro.

Doch das Land greift der Verbandsgemeinde  bei diesem Projekt kräftig unter die Arme. Noch bis zum Ende des Monats rechnet die Verwaltung damit, höchst erfreuliche Post aus Mainz im Briefkasten zu finden. Denn das Land hatte eine Förderung von 150 000 Euro in Aussicht gestellt. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Fördergeber sei davon auszugehen, so die Verwaltung, dass der Bewilligungsbescheid bis Ende Februar zugestellt werde.

Junk: „Ich bin überzeugt, dass wir an dieser Stelle deutlich mehr Bewegung haben werden. Und das freut mich auch für die Ortsgemeinden und gastronomischen Betriebe entlang der Strecke, die gestärkt werden.“