Rätsel um Denkmalpfleger gelöst

NEUMAGEN-DHRON. (eku) Wer den Nikolausbildstock am linken Moselufer zwischen Dhron und Piesport gesäubert und gestrichen hat, ist nun bekannt. Als Pfleger der Heiligen-Statue gab sich die Außenstelle des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Bernkastel-Kues zu erkennen.

Ein verwunderlicher Vorgang beschäftigte Neumagen-Dhron: Ein Unbekannter hatte den Bildstock des heiligen Nikolauses restauriert (Der TV berichtete). Gesäubert und frisch geweißt erhebt sich seither die Statue am Ende des rund 70 Meter langen Pfades, der von ebenso mysteriöser Hand freigeschnitten worden war. Doch das Rätsel um den "Denkmalpfleger" ist gelüftet. Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Trier, Außenbezirk Bernkastel-Kues, hatten sich im vergangenen Dezember den heiligen Nikolaus, der der Schutzpatron der Seeleute und Kinder ist, vorgenommen. Anlass dafür war die anstehende Wanderung zur Weihnachtsfeier, die jedes Jahr am Tag ihres Schutzpatrons, dem 6. Dezember, stattfindet. Der Zufall wollte es, dass sie 2002 die schöne Strecke von Piesport, wo sie erst eine Messe besuchten, nach Neumagen-Dhron wählten. Geplant war, am Bildstock eine Gedenkminute einzulegen. Damit die 40 Mitarbeiter der Außenstelle Bernkastel-Kues auch auf einen gepflegten Nikolaus treffen würden, hatte der Leiter des Außenbezirkes, Marc Spaniol, veranlasst, die Statue und den Weg herrichten zu lassen. "Ab und zu kümmern wir uns auch um unseren Schutzpatron. Ich schätze, in zwei Jahren hat die Natur ihn zurückerobert. Dann sind wir wieder dran", sagt er. Auch der Nikolaus in Graach, am Leinpfad zwischen Kues und Wehlen, werde von ihnen gepflegt. Dieser existiert allerdings schon seit über 20 Jahren nicht mehr als Statue. 1982 hatten unbekannte Täter auch die Nachbildung der 100 Jahre alten Statue, die zuvor entwendet worden war, gestohlen. Daraufhin zeichnete ein Mitarbeiter des Wasser- und Schifffartsamtes ein Bild vom St. Nikolaus, das seither den Bildstock schmückt.