Rätselraten um Genehmigung

Darf im Nebengebäude des Peter-Wust-Gymnasiums (PWG) überhaupt unterrichtet werden? Und in welchem Zustand befindet sich das Gebäude? Diese Fragen will die Kreisverwaltung erst Anfang November beantworten.

Das umstrittene Nebengebäude des Gymnasiums. TV-Foto: Archiv/Harald Jansen

Wittlich. Die Frage war einfach, die Antwort blieb aus. "Gibt es für die Nutzung des Nebengebäudes des Peter-Wust-Gymnasiums (PWG) überhaupt eine Baugenehmigung?" Das wollte Margit Bastgen (CDU), Mitglied des Kreisausschusses, in der jüngsten Sitzung des Gremiums von Landrätin Beate Läsch-Weber (CDU) wissen. Läsch-Weber musste passen, da die entsprechenden Akten über das Peter-Wust-Gymnasium nicht greifbar waren.

Ob es eine Genehmigung gibt, in den Räumen des früheren Waisenhauses, Lazaretts und Internats Gymnasiasten zu unterrichten, ist jedoch auch eine Woche nach der Kreisausschuss-Sitzung nicht klar. Auf Anfrage teilt Kreis-Presseprecher Alfons Kuhnen mit, dass die in der öffentlichen Sitzung gestellten Fragen "am 2. November in der gemeinsamen Sitzung von Kreisausschuss und Ausschuss für Schulen und Kultur seitens der Kreisverwaltung beantwortet" werden. In dieser vermutlich wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindenden Sitzung sollen auch die entsprechenden Unterlagen vorgelegt werden.

Ebenfalls zumindest die Mitglieder des Kreisausschusses informieren möchte die Verwaltung über den geplanten Umbau des Peter-Wust-Gymnasiums. Dass soll so hergerichtet werden, dass die Schule Platz für jeweils vier Züge in den einzelnen Klassenstufen bietet. Zum Vergleich: In diesem Schuljahr gibt es fünf fünfte Klassen. Doch nicht nur diese Tatsache führt dazu, dass im PWG akute Raumnot herrscht. Erbaut für rund 400 Schüler, besuchen heute rund 950 Gymnasiasten die Bildungseinrichtung (der TV berichtete).

Ob, wie von Margit Bastgen in einem Gutachten angeführt, viele Schüler in ungeeigneten Räumen unterrichtet werden, bleibt ebenfalls vorerst offen. Ursprünglich sollte der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung einen Auftrag für ein baufachliches Gutachten vergeben. Damit sollten laut Landrätin Läsch-Weber Zweifeln begegnet werden, dass das PWG-Nebengebäude als Schulgebäude nicht geeignet sei. Dieses Gutachten sollte rund 1000 Euro kosten und von einem vereidigten Sachverständigen aus Trier angefertigt werden. Dazu kommt es aber nicht, weil in der Sitzung Zweifel geäußert wurden, ob der Gutachter geeignet sei.