Raiba-Kritiker lassen nicht locker

Raiba-Kritiker lassen nicht locker

ZELL/KOBLENZ. (dju) Mit einem Vergleich endete der Rechtsstreit zwischen der Raiffeisenbank Zeller Land und ihrem Mitglied Hans-Joachim Mons (Bullay). Dennoch scheint die Bank nicht zur Ruhe zu kommen.

In dem Vergleich erklärt sich die Bank bereit, Hans-Joachim Mons bis zum Monatsende Auskünfte über die Pensionsrückstellungen für Beschäftigte außerhalb des Vorstands im Geschäftsjahr 2003, über die Anzahl der ehemaligen Vorstandsmitglieder, auf die sich die im Geschäftsbericht ausgewiesenen Pensionsrückstellungen beziehen sowie über die Höhe der Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2003 zu geben. In der Generalversammlung am 17. Mai vergangenen Jahres hatte Mons den Vorstand um diese Auskünfte gebeten, die ihm damals unter Hinweis auf Datenschutzbestimmungen verweigert wurden. Dagegen hatte er geklagt und gleichzeitig auch Widerspruch gegen die Entlastung des Vorstands eingelegt. Diesen Widerspruch hat Mons mit dem geschlossenen Vergleich zurück genommen. Damit ist der Rechtsstreit erledigt. Dennoch spricht vieles dafür, dass auch nach dem Vergleich die Raiffeisenbank Zeller Land nicht zur Ruhe kommen wird. Denn Mons hat gleichzeitig angekündigt, dass die "Interessengemeinschaft für den Erhalt der Raiba Zeller Land" auf der nächsten Generalversammlung eine Initiative zur Abberufung des Aufsichtsratsvorsitzenden Matthias Müller ergreifen wird. "Der Ausgang des Verfahrens bestätigt ein weiteres Mal den Vertrauensverlust in den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, wie er bereits zuvor unter anderem in der Verhandlungsführung in den Generalversammlungen und in dem rechtswidrigen Vorgehen im Zusammenhang mit dem Ausschluss von Dr. Simonis zum Ausdruck gekommen ist", sagte Mons. Dies gelte auch für dieses Verfahren, dass nun mit einem Vergleich endete.Vorstand hofft, dass wieder Ruhe einkehrt

Auch hier habe Matthias Müller in der Generalversammlung die Auskunftsverweigerung des Vorstandes vehement verteidigt und damit nach Auffassung von Mons die Veranlassung für die Klage gegeben. Für Mons bedeutet der Vergleich eine wichtige Transparenz, gerade im Hinblick auf erforderliche Kostensenkung und Rationalisierung. Dass nun wieder Ruhe bei der Raiffeisenbank Zeller Land einkehrt, darauf hofft der Vorstand. "Wir sind froh, dass wir das Thema vom Tisch haben", betont Vorstand Walter Hoff. Dies sei auch der Grund für den Vergleich gewesen. Der Vorstand werde die gewünschten Informationen bis zum Monatsende an alle Mitglieder der Genossenschaft weiter geben. "So verstehen wir genossenschaftliche Kommunikation", erklärte der Vorstand.