Raphael Hamm wandert auf dem Moselsteig für den guten Zweck

Spendenaktion : Tausende Schritte für kranke Kinder

365 Kilometer, elf Tage, ein Ziel: Raphael Hamm aus Salmtal wandert auf dem Moselsteig und sammelt dabei Spenden für einen Trierer Verein.

365 Kilometer ist er lang, der Moselsteig zwischen Perl und Koblenz. 365 Kilometer, die der in Salmtal lebende Feuerwehrmann Raphael Hamm in elf Etappen – statt der regulären 24 – an elf Tagen komplett erwandern will. Los geht es am 2. Oktober, das Ziel am Deutschen Eck will er am 12. Oktober erreichen.

Seine Etappen sind unterschiedlich lang (siehe Info), im Schnitt sind es rund 33 Kilometer pro Tag. „Die längste Etappe ist die dritte von Trier nach Leiwen“, sagt Raphael Hamm, Die habe rund 46,5 Kilometer bei 1400 Höhenmetern. 1600 Höhenmeter sind es sogar auf der Route von Cochem nach Moselkern, die rund 37 Kilometer lang ist. Auf die Idee der Wanderung kam Raphael Hamm, der aus Kinderbeuern stammt, weil er die persönliche Herausforderung suche, wie er sagt. Dann habe sich alles nach und nach entwickelt. Er suche in seiner Freizeit gerne „einen Ausgleich, der mich sportlich, aber auch mental fordert. Wandern zählt für mich unbedingt dazu.“ Das alles macht der Berufsfeuerwehrmann für den guten Zweck: Spender können ihn mit einem Beitrag pro Kilometer unterstützen, erste Sponsoren haben bereits zugesagt. Die Erlöse sollen dem Trierer Verein KCNQ2 zugutekommen, der sich um Betroffene der gleichnamigen Krankheit sowie deren Erforschung kümmert (siehe Info). „Es war zunächst schwer, Partner zu finden, für die ich spenden kann. Dann hatte ich Sebastian Bethge, den Vorsitzenden des Vereins, am Telefon, und alles ging sehr schnell“, sagt Hamm. Damit der Verein möglichst viel Geld zusammenbekommt, sucht Hamm noch weitere Spender, die ihn finanziell bei seinem Vorhaben unterstützen. Diese können das Projekt durch einen Beitrag ab 25 Cent pro Kilometer fördern, auch Sachspenden wie Kleidung, Unterkunft, Verpflegung oder ähnliches, sind willkommen. „Jegliche Unterstützung bringt mich einen Schritt weiter ans Ziel“, sagt der 31-Jährige, der die Kosten für Unterkunft, Verpflegung, GPS-Livetracker – die Wanderung ist live im Internet im sozialen Netzwerk Facebook verfolgbar – und sonstige Ausrüstung selbst finanziert.

Mentale Unterstützung während der Tour ist ebenfalls gefragt: „Wer will, kann mich beim Wandern begleiten, egal, wie lange. Jeder ist eingeladen.“ Im Schnitt geht Hamm fünf bis sechs Kilometer pro Stunde. Er macht jedem Mut, der mitwandern will: „40 Prozent der Leistung kommen vom Kopf“, sagt Hamm. Start am Morgen ist jeweils gegen 6, 7 Uhr. „Die reinen Gehzeiten betragen immer etwa sechs, sieben Stunden, dazu kommen Pausen, Zeit, um Beiträge zu verfassen oder Mitwanderer zu begrüßen. Und ausreichend Zeit zur Regeneration am Abend muss auch sein.“

Einige Unternehmen haben, so  Hamm, ihre Unterstützung zugesagt und werden aus seiner Begleitung eine Firmenwanderung machen. Weitere Sponsoren haben ebenfalls schon zugesagt, darunter Raphael Hamms 83 -jährige Großmutter. Andere wiederum helfen  beim Transport der Kleidung und Verpflegung von Ort zu Ort, denn das Gewicht in seinem Rucksack soll auf das Minimum begrenzt werden. Wer Raphael Hamm eine Unterkunft in einem der Etappenorte anbieten will, ist ebenfalls willkommen. Und wer weiß: „Vielleicht ist das nicht mein letztes Projekt“, sagt Hamm.

Mit diesem  Logo wirbt Raphael Hamm für seine Wanderung. Foto: TV/Raphael Hamm

Weitere Infos unter www.facebook.com/wandernhilft/

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