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Rapperather Vereine rücken stärker zusammen

Dörfer : Rapperather Vereine rücken stärker zusammen

Auch nach einer Moderation stehen in einem Dorf wie dem Morbacher Ortsteil Rapperath Aufgaben an. So will der Ortsbeirat in diesem Jahr einen Defibrillator für 2500 Euro anschaffen. Und auch der Kinderspielplatz soll nach mehr als 30 Jahren eine neue Rutsche für rund 4800 Euro erhalten.

Bei diesen beiden Investitionen unterstützen mehrere Rapperather Vereine ihren Ortsbezirk mit etwa 3500 Euro.

Dabei profitiert dieser auch von der Auflösung des Sportvereins, der sein Restvermögen für Projekte in seinem Heimatdorf spendet. „Wir hatten zehn Jahre lang keine Mannschaft mehr“, sagt Franz-Josef Spies, letzter Vorsitzender des SV Rapperath. Dann sei eine Auflösung irgendwann der gewiesene Weg, sagt er. Zumal der Verein jährlich Kosten von 1000 Euro für die Pflege aufbringen muss.

Der Platz ist auf die Gemeinde übergegangen, sagt Schabbach. Dieser soll erhalten bleiben, da die gesamte Anlage durch die intensive Pflege des Vereins in einem sehr guten Zustand sei. Es gebe Anfragen von Vereinen, die auf dem Rasenplatz gerne ein Trainingslager abhalten wollen, sagt er. Das Vereinshaus und den Grillplatz können für eine Gebühr von 50 Euro für Feiern gemietet werden, hat der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Zudem soll das Gemeindehaus offenes W-Lan erhalten und die Mariensäule eine neue Beleuchtung.

Wie ist die abgeschlossene Dorfmoderation gelaufen? Schabbach zieht ein positives Fazit. „Wenn man tätig ist, bekommt man einen Tunnelblick“, sagt er. „Eine Dorfmoderation eröffnet neue Ideen und ermöglicht neue Anregungen“, sagt er. Dazu wollten die Vereine stärker zusammenarbeiten, beispielsweise bei der Ausrichtung von Festen.

Viele Aktivitäten von der Brauchtumspflege bis zum Vereinsleben mit seinen vielen Festen und das äußere Erscheinungsbild des Ortes wie der ortsbildprägende Bachlauf mit seinen malerischen Brücken hielten das Dorfleben aufrecht, war ein Ergebnis der Dorfmoderation. An Ideen seien energetische Verbesserungen am Gemeindehaus, eine Radwegeanbindung an Morbach und eine Tempo-70-Regelung an der Einfahrt zur K 80 genannt worden. Und auch die Sicherheit der Fußwege über die Kreisstraße in Höhe des Gasthauses Rohr soll weiter verbessert werden, sagt Schabbach.