Kolumne Wilbert : Rasen in Rikschas

Ich kann mich noch gut dran erinnern, es ist vielleicht 15 Monate her, da habe ich im Volksfreund einen Leserbrief zum Thema Verkehr in Wittlich gelesen. Die Idee des Schreibers: Die Kunden, die ihre Einkäufe nicht aus der Innenstadt zum riesig großen Rommelsbach-Parkplatz tragen können, wo ihre Autos stehen, werden mit Rikschas hin und her gefahren.

Das halte ich heute noch für eine gute Idee. Denn lieber sollen die Leute künftig mit Rikschas auf einer für den motorisierten Verkehr gesperrten Straße am Platz an der Lieser vorbeigefahren werden, als dass dort diese komischen Schwellen montiert werden. Denn die sind die Reaktion der Stadt auf die vielen Tempoverstöße in der dortigen Spielstraße, wie ich gelesen habe. Aber hören Sie, wie sieht das denn aus? Diese schwarz-gelben Plastik-Ungetüme mitten auf der rot markierten Fahrbahn? Fehlt nur noch ein weißer Streifen in der Mitte, dann sind die Vereinsfarben von Borussia Dortmund (schwarz-gelb) und Bayern München (rot-weiß) komplett. Da sind mir Rikschas, in welchen Farben auch immer, deutlich lieber. Damals schrieb der Leserbrief-Autor auch, dass die Touristen dank der Rikschas bestimmt in Massen nach Wittlich strömten. Und bumm, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn das neue Hotel wird auch gleich gut belegt werden, wie alle anderen auch. Also, liebe Wittlicher, lasst uns doch mit Rikschas rasen, so weit das möglich ist.