Rat Kröv-Bausendorf fühlt sich von Weisgerber über den Tisch gezogen

Rat Kröv-Bausendorf fühlt sich von Weisgerber über den Tisch gezogen

Das erste Treffen von Vertretern der VG Kröv-Bausendorf und Traben-Trarbach wegen der vom Land beschlossenen Fusion hat gestern Abend im VG-Rat Kröv-Bausendorf für Aufregung gesorgt. Rüdiger Löwen (FDP) kritisierte den ersten Beigeordneten Bernward Helms-Derfert, weil dieser mit einer Delegation die kurzfristige Einladung des Traben-Trarbacher VG-Chefs Weisgerber angenommen hatte.

Helms-Derfert sagte, man sei hingefahren, weil Weisgerber Druck gemacht habe. Dieser habe behauptet, man müsse schnell gemeinsame Förderprojekte benennen, um noch Landeszuschüsse zu bekommen. Dies habe sich aber im Nachhinein als falsch erwiesen. Auf Anfrage beim Innenministerium am Dienstag sei Helms-Derfert gesagt worden, es bestehe kein Termindruck. Er sagte: "Wir müssen in Zukunft besser aufpassen." Löwen warf Weisgerber "Hinterfotzigkeit" vor. Eugen Klein (CDU) sagte: "Weisgerber ist mit Vorsicht zu genießen." Artur Greis (SPD) meinte, es sei richtig gewesen, nach Traben-Trarbach zu fahren, "um Weisgerber unter Kontrolle zu haben". Helms-Derfert sagt aber auch, dass ihm die Fusion zwar nicht gefalle, sie aber kein Weltuntergang sei.
Der VG-Rat hat ferner das weitere Vorgehen bezüglich der Verfassungsklage gegen das Land beraten. Der Jurist Johannes Dietlein wird die Klage vorbereiten und bis Anfang April einen ersten Entwurf vorlegen. Wie hoch Dietleins Honorar sein wird, kann die Verwaltung noch nicht beantworten. sim

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