Rat will Anlieger befragen

BURGEN. Auf die Bürger in Burgen kommt in den nächsten Jahren Einiges zu: Nicht nur, dass die Kanalisation neu gemacht wird, auch die Straßen werden ausgebaut.

Die Arbeiten an der Kanalisation sind schon in vollem Gang, nun wurde es Zeit, einen Plan für den Straßenausbau aufzustellen. Zu diesem Zweck trafen sich die Mitglieder des Gemeinderates. Wann welche Straße an die Reihe kommt, ist nur für die Planer und Politiker interessant - vor allem für die Bürger ist die Reihenfolge von Bedeutung, müssen sie doch für den Ausbau zahlen. Daher wird der Zeitpunkt des jeweiligen Ausbaus von den Betroffenen mal mehr, mal weniger herbei gesehnt. Dies wurde deutlich, als der Gemeinderat nun einen Zeitplan festlegte: Über fünf Jahre wird sich der Ausbau hinziehen. Ortsbürgermeister Reinhard Grasnick geht zum Beispiel davon aus, dass die Anlieger der noch nicht restlos bebauten Gartenstraße wegen der zu erwartenden Kosten an einem kompletten Ausbau im Jahr 2005 (siehe Kasten Zeitplan) gar nicht interessiert sind. Einer der zehn Bürger, die zur Beratung gekommen waren, sah das jedoch völlig anders. Als Anlieger dieser Straße regte er an, die Bürger zu befragen. Seiner Ansicht nach ist der mitten im Ort gelegene Straßenzug klassisches Baugebiet. Die Idee, im gesamten Ort zumindest diejenigen Anlieger zu befragen, die für den ersten Ausbau 90 Prozent der Kosten selbst tragen müssen, fand im Rat Befürworter. Laut Grasnick ist der Fünf-Jahres-Zeitplan auf jeden Fall nicht endgültig: "Wir haben heute nur eine Absicht erklärt, mehr nicht - diesen Plan kann man auch ändern." Noch in der Schwebe ist derzeit die Vergabe von Hausnummern in der Pfingstwiese. In der Dreiecks-Ringstraße haben die Bauherren bisher ihre Nummern selbst gewählt, was mittlerweile zu Verwirrung führt. Nachdem die Anlieger zugestimmt haben, werden nun reguläre Nummern vergeben. Ein weiteres Thema in der Sitzung war der Tourismus: Eine erfreuliche Entwicklung zeichne sich bei den Übernachtungszahlen ab, die 2004 erstmals die 10 000 überschritten, informierte Grasnick. Die Neuwahl des zweiten Beigeordneten wurde vertagt, da von zwölf Ratsmitgliedern nur zwei Drittel anwesend waren. Der Nachfolger von Hermann Becker, der sein Amt niedergelegt hatte, wird daher erst in der nächsten Sitzung gewählt.