Rauschendes Fest für den scheidenden Schulchef

Rauschendes Fest für den scheidenden Schulchef

BERNKASTEL-KUES. (mbl) Der Schulleiter des Nikolaus-von-Kues-Gymnasiums, Karl-Heinz Musseleck, wurde mit einer großen Schulfeier verabschiedet.

Ein rauschendes Abschiedsfest für einen Schulleiter: Unter Fanfarenklängen und im Beisein der Schulgemeinschaft, Familie und Freunden, Vertreter von Schulen, Schulträger, Kommunalpolitik, Kirche und Gesellschaft verabschiedete die Leitende Regierungsschuldirektorin Hildegard Stover den Schulleiter des Nikolaus-von-Kues-Gymnasiums, Oberstudiendirektor Karl-Heinz Musseleck in die Freistellungsphase. Die Schulgemeinschaft bereitete ihrem "Chef" eine glanzvolle Abschiedsfeier. "Spuren des Glücks, Spuren der Freude, Spuren der schönen Erinnerungen - diese Spuren hat uns Herr Musseleck hinterlassen", brachte die Klasse 10d das zum Ausdruck, was viele bei dieser Abschiedsfeier empfanden. Denn mit Schulleiter Musseleck verlässt ein "Regisseur" von 915 Schülerinnen und Schülern das Gymnasium, das er in seiner 14-jährigen Amtszeit sehr geprägt hat. "Es waren 14 Jahre Dienst in einer Zeit, in der sich der wohl stärkste Wandel im rheinland-pfälzischen Bildungsystem, vor allem im Gymnasium, vollzogen hat", sagte Hildegard Stover in ihrer Ansprache. Die hochkomplexen Rahmen- und Arbeitsbedingungen habe Musseleck genutzt, auch zusammen mit seinem Kollegium, um den Schülern des NKG das zu ermöglichen, was bei Einstein und Goethe im Bildungsbegriff zum Ausdruck kommt: den Prozess der Bildung, das sich bilden und gebildet werden sowie das Ziel der Bildung, nämlich Bildung haben und gebildet sein. "Bildung ermöglicht Zukunft", so Stover. Die Bildung des Verstandes müsse mit der Bildung des Gewissens und der Entwicklung des sittlichen Lebens, mit dem sozialen Lernen und der Öffnung für die Welt einhergehen. Stover: "Sie haben stets alles Mögliche getan, um Bildung in ihrer Gesamtheit zu garantieren." Geprägt vom ganzheitlichen Bildungsauftrag hätten Musseleck und sein Kollegium stets großen Wert auf breit angelegte Lern- und Lebenserfahrung gelegt, nannte Stover unter anderem die vorbildliche Kooperation mit der Rosenbergschule. "Sie sind dem von Eltern, Kollegium, örtlichem Personalrat und der Schulaufsicht in Sie gesetztes Vertrauen absolut gerecht geworden und steuerten mit bewundernswerter Ruhe und Sicherheit das Nikolaus-von-Kues-Gymnasium durch das Auf und Ab schulpolitischer Entwicklungen", lobte Stover. Landrätin Beate Läsch-Weber erinnerte daran, dass Musseleck noch in den letzten Wochen seiner Amtszeit "die richtigen Weichen für eine erfolgreiche Zukunft seiner Schule gestellt habe". Denn die Schülerzahlen sind in den letzten zehn Jahren um rund 35 Prozent auf heute fast 1000 Schüler angestiegen. Dies erfordert eine umfangreiche bauliche Erweiterung. Die große Abschiedsfeier sei wunderbares Indiz für das vertrauensvolle und menschliche Schulklima, das maßgeblich die Handschrift ihres "Managers" trage. Da wunderte es nicht , dass selbst "Weltstars" zur Verabschiedung beitrugen. Mit der Revue "director's cut" unter der Moderation von Barbara Theis und Christian Eckel erlebte das Publikum Szenen auf der "Welt"-Bühne des Berufslebens eines Schulleiters, die man sonst nicht zu sehen bekommt. Ein "Qualitätsprogramm", bei dem viele mitwirkten und das in eindruckvoller Weise ein "lebendiges, engagiertes NKG" demonstrierte. Mit Wort, Musik und Gesang, mit Theater und Tanz machten Schüler und auch Lehrer ihrem "Chef" den Abschied nicht leicht. Viele Dankesworte und Geschenke begleiteten Musseleck zum Abschied. "Es ist zu schön, um wahr zu sein", beschrieb Musseleck seine Gefühlslage. Er dankte allen, die ihm zur Seite standen. Als Pädagoge betonte er noch einmal den "einzigartigen Wert des Menschen", den Cusanus, der Namensgeber der Schule, als "secundus deus" bestimmte. Dies gehe auch in das neue Leitbild der Schule ein. Am Ende standen alle auf und zollten Musseleck minutenlangen Beifall. Einen besonderen Wunsch gaben sie dem passionierten Läufer mit auf den Weg: "Wagen sie sich an ihren Traum, den New York Marathon". Und Musseleck selbst machte das Angebot, als "Babysitter" für Kolleginnen-Mütter aushelfen zu wollen.

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