REBSCHUTZMITTEILUNG

Lage : Starker Infektionsdruck durch Peronospora und Oidium. Reben in den frühen Lagen verblüht, in späteren Lagen zurzeit Vollblüte. Erste Nachblütespritzung beziehungsweise Spritzung in die abgehende Blüte sehr wichtig, unabhängig vom Termin der letzten Behandlung.

Entwicklungsvorsprung: zwei Wochen vor dem langjährigen Mittel (LM). Peronospora : Die derzeitige Witterung mit häufigen gewittrigen Niederschlägen und starker Taubildung erhöht den Infektionsdruck erheblich. Nach dem Abwerfen der Blütenkäppchen sind die Fruchtknoten ohne Schutz und daher unabhängig vom Termin der letzten Spritzung mit einem tiefenwirk-samen Peronosporafungizid abzudecken. Oidium : Die Ausbreitung des Pilzes wird durch die Hochdruckwetterlage stark begünstigt. Dies wird bestätigt durch Zeigertriebe, die schon vor zehn Tagen gefunden wurden. Das wüchsige Wetter lässt eine rasante Entwicklung der jungen Beeren erwarten. Die Spritzintervalle sind daher deutlich zu verkürzen. Zum Einsatz sollten ausschließlich Mittel der neuen Wirkstoffgruppen kommen. Botrytis : Die teilweise starken Niederschläge haben die Trauben gut "geputzt". Da auch kaum Heuwurmgespinste vorhanden sind, ist die Botrytisgefahr derzeit sehr gering, so dass auf ein Spezialbotrytizid verzichtet werden kann. Traubenwickler : Die Köder in den Pheromonfallen sind jetzt auszuwechseln und ab Flugbeginn wieder regelmäßig zu kontrollieren. Applikation : Zur Berechnung der Mittelmenge pro Hektar sind jetzt 1000 Liter Wasser (einfache Konzentration) zugrunde zu legen. Die aktuellen Rebschutzmitteilungen der Fachstelle für Weinbau Bernkastel können unter der Telefonnummer 06531/953727 abgehört werden.