Recht und Unrecht

Das Museum Birkenfeld zeigt von Samstag, 29. August, bis Sonntag, 28. März 2010, die Wanderausstellung "Unrecht und Recht" des Landeshauptarchivs Koblenz.

Birkenfeld. (red) 500 Jahre Unrecht und Recht - in diesen Begriffen werden das ewige Gegeneinander von Menschen deutlich, aber auch die Machtansprüche von Herrschern und des Staats gegenüber dem Volk. Zu jeder Zeit gab es Gesetze, nach denen Schuldige bestraft und der "anständige" Bürger geschützt wurde. Was dabei Recht und was Unrecht war, bestimmte die Obrigkeit - manchmal auch nach Gewohnheit oder Willkür. Die Sonderausstellung "Unrecht und Recht" nimmt diese Problematik auf und zeigt die Geschichte der Strafverfolgung der Jahre 1500 bis 2000 in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Dabei wird die Thematik aus zwei Blickrichtungen erschlossen: In einem Teil werden typische Formen der Kriminalität dargestellt, wie zum Beispiel Hexen, Räuberbanden, Alltagskriminalität, Mord, aber auch die Kriminalisierung im politischen Bereich. Die Ausstellung erläutert in diesem Teil die Taten aus der Sicht des Täters und des Opfers, also "von unten". Am Beispiel der Schinderhannes-Komplizen, von Mord und Todesstrafe bis zur Judenverfolgung in der NS-Diktatur werden Taten dargestellt. Der andere Teil befasst sich mit der Obrigkeit, mit ihren Gesetzen und Methoden der Strafverfolgung. Hier werden die Gesetzesgrundlagen und Strafprozessformen gezeigt. Zum Abschluss gibt es einen Einblick in den öffentlichen Strafvollzug von der Hinrichtungsstätte über Schand- und Ehrenstrafen bis zu den Gefängnissen heutiger Zeit.

Die Sonderausstellung ist geöffnet montags bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr, sonntags von 14 bis 17 Uhr. Geschlossen ist das Museum im Dezember 2009 und Januar 2010.

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