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Referent: Vielfalt in der Urkirche soll wiederentdeckt werden

Referent: Vielfalt in der Urkirche soll wiederentdeckt werden

Im Rahmen der Samstagabendgespräche in der Autobahn- und Radwegekirche St. Paul betonte der Theologieprofessor Heinz-Günther Schöttler aus Regensburg, dass die Vielfalt der theologischen Akzente kein Unfall der Kirchengeschichte ist, sondern von Anfang an vorhanden war.

Unter dem Motto "Katholisch - evangelisch: Was soll's? 500 Jahres Trennungsgeschichte bereichern" verdeutlichte er dies in den vier Evangelien, die unterschiedliche Perspektiven vertreten.
Auch in der Urkirche sei nicht versucht worden, diese zu vereinheitlichen, sondern sie hätten gleichberechtigt nebeneinandergestanden, argumentierte der Redner.
Die Vielfalt sei von Anfang an in den christlichen Gemeinden gelebt worden und sei grundlegend für die Entwicklung des Christentums gewesen. Somit sei auch die Reformation vor 500 Jahren notwendig als Bereicherung zu verstehen, sagte Heinz-Günther Schöttler. Diese Pluralität des Anfangs gelte wiederzuentdecken. red