Reformation steht im Mittelpunkt der Nacht der Kirchen

Reformation steht im Mittelpunkt der Nacht der Kirchen

Die Orientierung an der Bibel, die Gnade Gottes und der Glaube an die Gnade, damit haben sich Gläubige in Wittlich in drei Gotteshäusern in der Nacht der Kirchen beschäftigt. Die Themen wurden in Wort, Gebet, Musik und Pantomime umgesetzt.

Wittlich. Mit dem Reformationstag am 31. Oktober hat das Jahr des Gedenkens an die Reformation vor 500 Jahren begonnen. Den Jahrestag nahm der Ökumene-Ausschuss der Katholischen Pfarreiengemeinschaft und der Evangelischen Kirchengemeinde Wittlich zum Anlass, zur vierten ökumenischen Nacht der Kirchen einzuladen. Als Martin Luther vor 500 Jahren seine berühmten Thesen in Wittenberg aushängte, ging es auch um die Angst der Menschen vor Tod und Hölle, Teufel und Gott. Diese Angste versuchten Vertreter der Kirche durch den Verkauf von Ablass-Briefen zu beantworten. Luther suchte und fand Antworten in der Bibel. Grundsätze, die er bereits herausstellte, standen auch im Mittelpunkt der Nacht der Kirchen: die Gnade Gottes, der Glaube an die Gnade und die Orientierung an der Bibel.
In St. Bernhard war die Gnade Gottes das Thema, vielfältig in Wort und Gebet, Musik und pantomimischer Darstellung umgesetzt. Drei junge Frauen aus der Gemeinde übernahmen die musikalische Gestaltung. In der Pantomime "Der betende Clown" wurde der Begriff Gnade dargestellt.
In der Christuskirche war die Bibel der Schwerpunkt. Verstehen konnte man sie nur in seiner eigenen Sprache. Luther hatte deshalb nicht nur die Bibel in die deutsche Sprache übertragen, sondern sie auch in Predigten, Briefen und Liedern ausgelegt. Davon war - von Lautenmusik aus der Zeit Luthers unterbrochen - zu hören.
Um den Glauben als dem Weg zu Gott ging es in der St.-Markus-Kirche. Aus einem Theaterstück von Hans Sachs, das sich mit dem Sterben und dem Tod des reichen Mannes befasst, hatte ein Team Abschnitte ausgewählt und fesselnd dargestellt. Der Abend endete im Turmraum von St. Markus. red