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Regionalmarke macht wichtigen Schritt

Regionalmarke macht wichtigen Schritt

Seit fünf Jahren gibt es die Regionalmarke SooNahe, und sie eilt von Erfolg zu Erfolg. Das Projekt hat dermaßen Fahrt aufgenommen, dass es ehrenamtlich nicht mehr länger zu bewerkstelligen ist.

Bundenbach. Die Initiatoren, das Regionalbündnis Soonwald-Nahe und Hunsrück-Marketing, wollen den folgerichtigen Weg in die Professionalität gehen. Die Gründung einer Hunsrück-Nahe-Vermarktungs- GmbH steht kurz bevor, mit Klaus Wilhelm ist ein möglicher Geschäftsführer bereits an Bord.
Nun bekundeten in einer "Bundenbacher Erklärung" die Landräte der drei Kreise Birkenfeld, Bad Kreuznach und Rhein-Hunsrück den Willen zu einer gemeinsamen Regionalvermarktung heimischer Produkte. Mit Hilfe des Landes und eines externen Büros ist in zweijähriger Arbeit ein 140-seitiges Entwicklungskonzept für die Regionalmarke erstellt worden, das die neue GmbH ab Sommer umsetzen soll. Lauf betonte, dass aber auch nach dem Schritt zur Professionalität das Ehrenamt ein großes Gewicht haben wird: "Es ist ein System, das zu SooNahe passt. Wir werden auch in Zukunft nicht nur wirtschaftlich denken."
Ziel der Gesellschaft, die sich in erster Linie aus Gebühren der Mitglieder und Erlösen finanzieren will, ist es, Regionalprodukte in der Region zwischen Saar, Mosel, Mittelrhein und Pfälzer Bergland zu vermarkten. Neben den Mitgliedern (Erzeuger, Verarbeiter, Händler, Gastronomen, Winzer etc.) und Gesellschaftern wird es Partner aus der Region geben, die selbst keine SooNahe-Produkte herstellen oder vertreiben (Banken, Verwaltungen oder auch Vereine) und auch so genannte Kooperationspartner. Das sind "Nachbarinitiativen" (Lauf), die ebenso bereits erfolgreich Produkte aus der Region vermarkten, dies bisher aber nur in einem sehr begrenzten Raum tun - wie etwa "Ebbes von hei!" im Raum Morbach/Hermeskeil oder der Landschaftspflegeverband Birkenfeld mit seinen Säften und Gelees. Die neue GmbH will diesen Initiativen professionelle Hilfestellung etwa bei der Logistik geben und neue Absatzwege aufzeigen - frei nach dem Motto: "Gemeinsam sind wir stark."
Der Birkenfelder Landrat Matthias Schneider begrüßte wie seine beiden Kollegen den Schritt: "Wir müssen in unserer Region die Kräfte bündeln und über Kreisgrenzen hinausschauen." sc