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Regisseur Edgar Reitz kritisiert "Verspargelung" des Hunsrücks

Regisseur Edgar Reitz kritisiert "Verspargelung" des Hunsrücks

Windkraftgegner im Hunsrück haben einen prominenten Unterstützer erhalten: Regisseur Edgar Reitz. Er hat sich äußerst kritisch zu Windrädern um Soon- und Idarwald geäußert.

Kirchberg. Während in den Gemeinden Morbach und Thalfang Windkraftpläne bislang ohne größere Kritik geschmiedet wurden, wächst andernorts der Widerstand. Vielfach haben sich Initiativen gegründet wie die Bürgerinitiative (BI) Windkraftfreier Soonwald. Sie hat nun einen prominenten Unterstützer bekommen: Regisseur Edgar Reitz, der wohl berühmteste Sohn Morbachs.
"Der rasante Wildwuchs von Windrädern im Hunsrück ist für mich jedes Mal ein Schock, wenn ich in den Hunsrück komme", hat Reitz an die BI geschrieben, die dies wiederum auf ihrer Homepage ( www.windkraftfreier-soonwald.de) veröffentlicht hat. Weiter meint Reitz in dem Schreiben, dass es dem unvergleichlichen Landschaftsbild zu verdanken sei, dass die Landschaft um Soonwald und Idarwald in seinen Filmen für Millionen von Zuschauern zu einem Inbegriff von Heimat geworden sei.
Von diesem Landschaftsbild sei jeder entzückt gewesen, der den Hunsrück auf den Spuren der Filme bereist habe. Doch die wahllose Verspargelung der Gegend habe dies beendet. Der Profitgier werde jegliches Schönheitsempfinden für die Heimat geopfert. Für weitere Filme sei der Hunsrück nicht mehr geeignet. mai