Reichlich Tee statt süßer Cola

MINHEIM. (red)

BERNKASTEL-KUES. (red) Cola als Nahrung für Kinder bei Magen-Darm-Infekten? "Nicht wirklich. Die zersetzende Wirkung von Cola macht vor dem Darm nicht Halt", antwortet Dr. Merten Kriewitz, Oberarzt der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin des Verbundkrankenhauses Bernkastel/Wittlich. Diese Information gab er in einer Infoveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft der Kindergärten der VG Neumagen-Dhron sowie der Gemeinden Wintrich und Horath an die Gäste weiter. Des Mediziners Rat: reichlich Tee und zusätzliche Elektrolyt-Lösungen, um gefährliche Flüssigkeitsverluste zu verhindern, sowie Zwieback, Salzstangen und Toastbrot. Etwa 65 Eltern waren der Einladung nach Minheim gefolgt, um sich fachlichen Rat zu holen. Grundsätzlich rät er Eltern und Kindergartenpersonal zu Gelassenheit im Umgang mit Infekten: Die Anfälligkeit vieler Kinder wachse sich in der Regel aus. Kriewitz empfiehlt, die Symptome viraler Infekte, zum Beispiel Fieber, durch Temperatur senkende Maßnahmen wie Wadenwickel, Essigabreibungen oder apothekenpflichtige Medikamente zu mildern. Die Behandlung bakterieller Infekte mit Antibiotika verlange die genaue Verabreichung entsprechend der ärztlichen Verordnung. Der Kinderarzt befürwortet auch die empfohlenen Impfungen im Kindesalter: "Wir impfen gegen Krankheiten, gegen die wir keine Medikamente haben. Beispielsweise sterben immer noch jedes Jahr 40 Menschen an Tetanus. Der geringfügigen Möglichkeit, einer Nebenwirkung des Impfens durch Verzicht auf das Impfen zu begegnen, kann unter Umständen teuer erkauft sein: Auf 100 Masern-Erkrankungen kommt ein Todesfall.

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