Reil profitiert von seinem Wald

Reil. (mm) Seit sieben Jahren verbucht der Forstbetrieb Reil Überschüsse. Deshalb stellte die Verabschiedung der Forstwirtschaftspläne für 2006 den Gemeinderat nicht vor Probleme. Er segnete die Planung einstimmig ab.

Auch im Wirtschaftsjahr 2006 bringt der Wald einen Überschuss in den Gemeindesäckel. Nach einem Überblick über das Forstwirtschaftsjahr 2005, das voraussichtlich mit zirka 4000 Euro Überschuss statt geplanten 3500 Euro abschließen wird, erläuterte Revierförster Thomas Kreten die Forstwirtschaftspläne 2006. In Anbetracht der niedrigen Preise bei Buchen- und Fichtenstammholz liege der Schwerpunkt beim Einschlag von Eiche und Douglasie. Der Hauungsplan sieht den Einschlag von 1860 Festmetern vor, davon entfallen 410 auf Traubeneiche, l70 auf Buche, 320 auf Fichte, 80 auf Kiefer und 880 Festmeter auf Douglasie. Der Kulturplan sieht unter anderem die Pflege der Douglasienkulturen, 1100 Meter Wegebau und die Pflanzung von 1600 Douglasien vor. Im Finanzplan sind 141 779 Euro Einnahmen veranschlagt. Davon entfallen 62 265 Euro auf den Holzverkauf, 15 000 Euro auf Schmuckgrün- und Weihnachtsbaumverkauf, 6000 Euro auf Jagd- und Fischereipacht, 2500 Euro auf sonstige Einnahmen, 11 030 Euro auf Umsatzsteuer-Rückvergütung und 44 984 auf Zuweisungen vom Land. Die Ausgaben werden mit 134 424 Euro veranschlagt. Die Forstwirtschaftspläne 2006 schließen also mit einem Überschuss von 7355 Euro ab. Zur Debatte stand weiterhin die Neueineilung der Jagdreviere. Der gemeinschaftliche Jagdbezirk Reil mit einer Gesamtfläche von 1065 Hektar ist zurzeit in drei Jagdbögen aufgeteilt. Die laufenden Jagdpachtverträge enden mit dem 31. März 2007. Der Rat erwägt nun, den Jagdbezirk Reil neu einzuteilen, um eine bessere jagdliche Bewirtschaftung zu erreichen. Laut Ortsbürgermeister Artur Greis ist folgende Neueinteilung beabsichtigt: Jagdbogen Reil-Süd, Größe 355 Hektar, Reil-West 308 Hektar, Reil-Ost 278 Hektar. Aus dem gemeinschaftlichen Jagdbezirk der Jagdgenossenschaft Reil soll ein Eigenjagdbezirk der Gemeinde von 124 Hektar im Distrikt "Stahlburg/Saalswald” ausgegliedert werden. Der Gemeinderat beschloss die Neueinteilung der Reviere zum 1. April 2007 einstimmig.