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Reiler Weinfest soll nicht sterben

Reiler Weinfest soll nicht sterben

Festausschuss beschreitet für diesen Zweck neue Wege.

Reil (red) Der Reiler Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung über das diesjährige Weinfest beraten. Mit großer Mehrheit wurde entschieden, dass die Ortsgemeinde Veranstalter des Wein- und Heimatfestes bleibt, das in diesem Jahr vom 11. bis 13. August stattfinden wird. Das war nach Angaben von Bürgermeister Artur Greis nicht selbstverständlich.
Noch vor wenigen Monaten war die Zukunft des Festes ungewiss, nachdem es kaum noch Freiwillige gab, die sich erneut engagieren wollten. Zudem bot der bisherige Standort unter dem Rathaus wenig Flair. Auch die Mosel war kaum zu sehen. Greis hatte Ende vergangenen Jahres wiederholt an die Bevölkerung appelliert, das Weinfest nicht sterben zu lassen. So gründete sich schließlich ein Festausschuss, der nun neue Wege geht.
Die erste Entscheidung war ein Standortwechsel. Statt wie in den letzten Jahren etwas versteckt, wird sich das Weinfest im August mitten im Dorf an der Promenade präsentieren. "Reil verfügt über eine der schönsten Moselanlagen, um die uns die umliegenden Ortschaften beneiden", so äußerten sich Mitglieder des Festausschusses. Das Gremium will Lust machen auf die Veranstaltung.
Daher heißt der Arbeitstitel des neuen Reiler Festes auch "Wir holen uns die Mosel wieder zurück!" Mit gutem Wein, Kultur, Musik und stimmiger Atmosphäre soll ein Neuanfang stattfinden. Die Reiler gehen auch bei der Suche nach einer Weinkönigin ungewöhnliche Wege. So wurde von drei Jungwinzern, die im Festausschuss mitmachen, eine witzige "Stellenannonce" für die sozialen Medien entwickelt. "Viel Arbeit liegt noch vor uns", so Ortsbürgermeister Greis. "Doch zeichnet Reil eine intakte Dorfgemeinschaft aus. Wir werden gemeinsam das 66. Wein- und Heimatfest zusammen feiern, das ohne Unterbrechung in all den Jahren stattfand. Besonders freut mich, dass im Festausschuss sowohl junge als auch erfahrene Bürgerinnen und Bürger mitmachen," sagte Greis abschließend.