Remigius und der Merowingerkönig

Remigius von Reims war ein fränkischer Bischof. Bekannt wurde er durch die Taufe des Merowingerkönigs Chlodwig. Ihm wurden zahlreiche Kirchen geweiht, unter anderem auch die Pfarrkirche Kröv. Ein Relief vor der Grabkapelle Kesselstadt (Foto) erinnert an die Taufe Chlodwigs im Jahr 496.

Kröv. (red) Dem Frankenkönig Chlodwig drohte in der Schlacht bei Zülpich gegen die Alemannen eine schwere Niederlage.

In dieser aussichtslosen Lage gelobte er bei einem Sieg, das Christentum anzunehmen und damit auch dem langen Drängen seiner bereits christlichen Gemahlin Chlotilde nachzukommen.

Nach dem siegreichen Ausgang der Schlacht ließ sich Chlodwig am Weihnachtsfest 496 vom Bischof Remigius mit seinen wichtigsten Gefolgsleuten taufen.

Wegen der großen Volksmenge in der Kathedrale von Reims erreichte der Ministrant mit dem Salböl nicht den Ort der feierlichen Zeremonie. Der Legende nach brachte, auf die Fürbitten des Bischofs, eine weiße Taube die geweihten Öle herbei.

Die Bekehrung des Frankenkönigs Chlodwig ist mehr noch dem aufopfernden Wirken des Heiligen Remigius zu verdanken. Durch seine große Gelehrsamkeit, beredte Überzeugungskraft sowie seine beispielhafte Lebensführung als Bischof von Reims gewann er die Achtung der heidnischen Franken.

Nach seinem Tod verehrten ihn die fränkischen Könige als ihren Hausheiligen.

Remigius gewann die Achtung der heidnischen Franken



So wurde St. Remigus auch der Pfarrpatron der fränkischen Kirche in Kröv. Pippin der Kleine schenkte sie mit den zugehörigen Weinbergen im Jahr 752 der Abtei Echternach in Luxemburg.

Die fränkische Eigenkirche stand bis zum Jahr 1725 hinter der Grabkapelle der Grafen von Kesselstatt und war die Vorgängerin der jetzigen großen Pfarrkirche im Ort.

St. Remigius gilt auch als Schutzpatron der Reben und des Weines.