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Renovierung der alten Hinzerather Kirche Johannes der Täufer

Kirche : In Hinzerath startet die Kirchenrenovierung

Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten an der Außenseite der Kirche Johannes der Täufer beendet sein.

Lange war nicht klar, wann die Renovierung der alten Hinzerather Kirche Johannes der Täufer startet. Jetzt ist deutlich zu sehen: Der Kirchturm ist eingerüstet, es geht endlich los. „Das Dachdecken ist das erste Gewerk“, sagt Pastor Michael Jakob zum Start des ersten Bauabschnitts. Dabei soll die Kirche erst einmal von außen saniert werden. Das Kirchendach mit der Naturschiefereindeckung wird erneuert und die gesamte Konstruktion in Augenschein genommen und Feuchteschäden aus den vergangenen Jahrzehnten beseitigt, sagt Jakob. Die Schalllamellen für die Glocke müssen instandgesetzt werden. Außerdem wird eine Blitzschutzanlage montiert, die bisher gefehlt hat. Auch beim Dach des Kirchturms müssen Feuchteschäden behoben und die Tragfähigkeit überprüft werden. Zudem wird der Glockenstuhl saniert. „Wie umfangreich das sein muss, wird sich erweisen“, sagt Jakob. In den Kirchenfenstern müssen einzelne Scheiben ersetzt werden. Bei anderen sind die Bleiabdeckungen schadhaft und müssen wieder hergestellt werden. Die Holztür am Eingang der Kirche wird zudem aufgearbeitet. Und bevor die Kirche zum Ende der Außensanierung einen neuen Anstrich erhält, müssen die Schäden im Putz repariert werden. Alleine für die Außensanierung entstehen Kosten in Höhe von 165 000 Euro, sagt Jakob. 30 000 Euro kommen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. „Dort war man bedacht darauf, dass ein solches Kleinod erhalten wird“, sagt Jakob.  Von den verbleibenden 135 000 Euro werden 60 Prozent vom Bistum getragen. Die verbleibenden 40 Prozent finanziert die Kirchengemeinde aus ihren Rücklagen. Jakob sagt, dass die Arbeiten zur Außensanierung noch dieses Jahr abgeschlossen werden sollen. Dann soll es weitergehen mit dem Inneren der Kirche. Dazu muss im ersten Schritt der Holzwurm bekämpft werden, der sich in der Kirche verbreitet hat. Insgesamt werden die Sanierungskosten auf 380 000 Euro taxiert.

Der Instandsetzung des Kirchengebäudes aus dem Jahr 1669 ist eine jahrelange Diskussion vorausgegangen. In Hinzerath gibt es eine zweite Kirche, die 1959 gebaut wurde und ebenfalls sanierungsbedürftig ist. Die neue Kirche fasst 400 Gläubige, die ältere lediglich 80. In einer Befragung hatten sich die Hinzerather 2012 mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, die neue Kirche zu renovieren. Doch das Bistum hatte dies abgelehnt, da lediglich zwischen 50 und 60 Gläubige die Gottesdienste besuchen und die neue Kirche deshalb zu groß sei.