Richtig angeschnallt? Dann los!

Die Diskussion über das Anlegen des Sicherheitsgurtes ist überflüssig. Längst ist wissenschaftlich und statistisch erwiesen, dass sich die Verletzungsgefahr bei einem Unfall mit angelegtem Gurt drastisch verringert.

Demzufolge resultiert daraus die Logik, dass nicht angeschnallte Unfallverletzte für dadurch entstehende Krankheitskosten mithaften.

Es sind also letztlich nicht die 30 Euro Verwarnungsgeld bei einer Polizeikontrolle, die ins Gewicht fallen, sondern die Kosten der Mithaftung, auch wenn der andere schuld war.

Ausnahmen von der Anschnallpflicht sind Fahren mit Schrittgeschwindigkeit auf Parkplätzen oder beim Rückwärtsfahren sowie beim Liefern im Haus-zu-Haus-Verkehr, jedoch nicht bei stockendem oder stauendem Straßenverkehr.

Im Fahrzeug dürfen sich nur so viele Personen befinden, wie Sitze beziehungsweise Sicherheitsgurte vorhanden sind. Der Gurt muss zudem angepasst sitzen. Das ist nicht der Fall, wenn der Gurt nicht fest am Körper anliegt oder seine Rückhaltewirkung nicht erfüllt, wenn zum Beispiel der Gurt unter der Achsel durchgeführt wird, aber insbesondere bei Kindern unter 150 Zentimetern. Hier sind dem Alter und Wachstum entsprechende Rückhalteeinrichtungen zu verwenden.

Einzelheiten hierzu und weitere kinderbezogene Verkehrstipps können Sie im Internet unter der Eingabe "Kind und Verkehr" bei der Deutschen Verkehrswacht nachlesen.

Verantwortlich für die Kinder im Fahrzeug ist der Fahrzeugführer. Häufig ist festzustellen, dass Kinder für Fahrten zum Kindergarten und zur Schule anderen Personen in deren Fahrzeugen anvertraut werden. Auch Opas müssen ihre Enkel in Kindersitzen oder Sitzerhöhungen transportieren und dürfen nicht mit ihrer jahrelangen unfallfreien Fahrpraxis argumentieren und ihr Ego angekratzt sehen.

Ist ein Kind nicht richtig gesichert, droht eine Verwarnung von 30 Euro, ist das Kind gar nicht gesichert, ein Bußgeld von 40 Euro. Auf Fahrrädern dürfen nur Kinder unter 7 Jahren von mindestens 16 Jahre alten Personen und nur auf dafür besonders vorhandenen Sitzen mitgenommen werden. Durch die Radverkleidung muss sichergestellt sein, dass die Füße der Kinder nicht in die Speichen geraten können. Lassen Sie Ihr Kind auch dabei einen Fahrradhelm tragen.

Damit Ihr Glück auch in Zukunft keinen Schaden leidet, schnallen Sie es in Ihrem Fahrzeug zur Sicherheit an!