Richtige und falsche Argumente

Man kann es Kommunen nicht verdenken, wenn sie mit einer klaren Position, die die eigenen Interessen in den Vordergrund stellt, in die Diskussion um die Gestaltung der zukünftigen Schullandschaft gehen.

Das tut die Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron. Doch selbst, wenn sich die Neumagener Hoffnungen für "ihre" Realschule plus erfüllen und sich der unkooperartive Erhalt des Schulstandorts als Segen erweisen sollte, so ist das Beharren der VG auf der Trägerschaft, die sich nicht auf den Inhalt, sondern nur auf die Gebäude bezieht, unverständlich. Das bringt weder Schülern noch Eltern einen Vorteil, und die Gemeinde kann es sich nicht einmal leisten. Es ist absurd, wenn die Bürgermeisterin sagt, das Land könne nicht einfach sagen "ihr übernehmt". Denn das tut es nicht, das Land sagt: Die Kreise sollen - wie bereits bei Gymnasien - die Trägerschaft aller weiterführenden übernehmen. Das ist eine ebenso klare Linie, wie die der VG Neumagen-Dhron bei der Verweigerung der Kooperation. Allein, weil es anders als bei der Kooperationsfrage keine vernünftigen Argumente gibt, die für die Position der VG und gegen eine Übernahme der Trägerschaft durch den Kreis sprechen.

l.ross@volksfreund.de

Meinung

Richtige und falsche Argumente

Man kann es Kommunen nicht verdenken, wenn sie mit einer klaren Position, die die eigenen Interessen in den Vordergrund stellt, in die Diskussion um die Gestaltung der zukünftigen Schullandschaft gehen. Das tut die Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron. Doch selbst, wenn sich die Neumagener Hoffnungen für "ihre" Realschule plus erfüllen und sich der unkooperartive Erhalt des Schulstandorts als Segen erweisen sollte, so ist das Beharren der VG auf der Trägerschaft, die sich nicht auf den Inhalt, sondern nur auf die Gebäude bezieht, unverständlich. Das bringt weder Schülern noch Eltern einen Vorteil, und die Gemeinde kann es sich nicht einmal leisten. Es ist absurd, wenn die Bürgermeisterin sagt, das Land könne nicht einfach sagen "ihr übernehmt". Denn das tut es nicht, das Land sagt: Die Kreise sollen - wie bereits bei Gymnasien - die Trägerschaft aller weiterführenden übernehmen. Das ist eine ebenso klare Linie, wie die der VG Neumagen-Dhron bei der Verweigerung der Kooperation. Allein, weil es anders als bei der Kooperationsfrage keine vernünftigen Argumente gibt, die für die Position der VG und gegen eine Übernahme der Trägerschaft durch den Kreis sprechen. l.ross@volksfreund.de

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