1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Rißbacher renovieren alten Brunnen

Rißbacher renovieren alten Brunnen

Der Brunnen am Rosenhof im Traben-Trarbacher Stadtteil Rißbach soll renoviert werden. Rührige Bürger und Mitglieder der "Quellenfreunde" nehmen das nach Rücksprache mit der Stadt selbst in die Hand.

Traben-Trarbach. (GKB) "Wir wollen das Entree zur Stadt Traben-Trarbach ein bisschen schöner gestalten", sagt Peter Giese. Die Aktion in Eigenregie bedeutet, dass die Rißbacher das Geld dafür selbst aufbringen müssen, aber schmunzelnd merken sie an: "Das überleben wir auch noch." Die "Schlüsselgewalt" zum eisernen Brunnentor liegt derzeit in den Händen von Michael Martinek, der von Peter Giese, Michael Hack, Beate Schneider und Michael Lagodka bei der anstehenden Renovierung unterstützt wird. Die Gruppe freut sich, dass der Erste Stadtbeigeordnete Erwin Haussmann nach Rücksprache mit der Bürgermeisterin grünes Licht für die Arbeiten gibt. Auch das für Stadtsanierungsmaßnahmen zuständige Büro habe keine Bedenken, schreibt Haussmann. Freilich gibt es Auflagen, an die sich die Brunnen-Freunde halten müssen.

Etwa 400 Jahre alt und rund zehn Meter tief ist der Brunnen. "Bis nach dem Zweiten Weltkrieg bedienten sich die Anwohner dar aus", erzählen Martinek und Giese, denn eine Wasserleitung habe es damals in Rißbach noch nicht gegeben. Die in den vergangenen Jahren vorgenommene Flurbereinigung hat dem Brunnen jedoch das kostbare Nass abgegraben; nur am Grund findet sich noch etwas Wasser.

Auf die rührigen Rißbacher warten einige Arbeiten. Der bröckelige weiße Putz wird vorsichtig abgeklopft, Schiefersteine müssen mit Mörtel gut verfugt werden. Im oberen Teil soll der Brunnen einen neuen Putz erhalten, um das Eindringen von Regenwasser zu verhindern. Im Inneren ermöglicht künftig ein Schutzgitter den ungefährdeten Blick in den Abgrund. Michael Martinek wohnt in Sichtweite des Brunnens und will das Eisentor künftig tagsüber aufschließen und abends wieder zusperren. Es soll mit dem Namen des Stadtteils und und einer roten Rose bemalt werden, und auch den Rand um den Brunnen will die Gruppe fein herausputzen. "Wir wohnen hier immerhin unter dem zweitschönsten Tafelberg der Welt", sagt Peter Giese schmunzelnd und zeigt hinauf zum Mont Royal.