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Kommunalpolitik: Risse und Schlaglöcher unter der Lupe

Kommunalpolitik : Risse und Schlaglöcher unter der Lupe

Der Kreis Bernkastel-Wittlich legt in den kommenden Monaten fest, welche Ortsdurchfahrten zuerst ausgebaut werden sollen. Doch bis zur Umsetzung wird es noch einige Jahre dauern.

Welche Ortsdurchfahrten, die als Kreisstraße kategorisiert sind, soll der Landkreis Bernkastel-Wittlich in den kommenden Jahren am dringendsten ausbauen? Dieser Frage sind die Mitglieder des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses nachgegangen.

Bei einer ersten Busrundfahrt haben sie sich persönlich ein Bild über die Schäden an einem Teil der 26 Ortsdurchfahrten gemacht, die die jeweiligen Ortsbürgermeister gemeinsam mit ihren Gemeindeverwaltungen zum Ausbau angemeldet haben. Dabei handelt es sich um die erste derartige Besichtigungstour seit zehn Jahren. Im Anschluss soll festgelegt werden, in welcher Priorität die Straßen  ausgebaut werden sollen, sagt Landrat Gregor Eibes.

In den meisten Gemeinden werden Eibes, Edeltrud Bayer als Chefin des zuständigen Landesbetriebs Mobilität Trier und die Ausschussmitglieder von den Dorfchefs persönlich über die Buckelpisten informiert. Allerdings  bekommen die Teilnehmer die  Schäden im wahrsten Sinne des Wortes auch zu spüren. Denn sie fahren zusätzlich auch mit dem Bus über die maroden Straßen.

So wie in Plein. Dort soll ein 920 Meter langer Abschnitt der K 21, die Eifelstraße, ausgebaut werden. Dies sei hier besonders angebracht, da neben den Rissen in der Straßenmitte und an den Kanaldeckeln durch bevorstehende Reparaturen an Wasser- und Abwasserleitungen, die in fast 90 Häuser münden, weitere Schäden zu erwarten sind, sagt Ortsbürgermeister Bernd Rehm. „Wir appellieren, dass wir einen Vollausbau bekommen“, sagt er.

Die Chancen für die Pleiner stehen gut. Denn der Ausbau der K 21, die durch die rund 630 Einwohner große  Gemeinde führt, ist eins der sieben Projekte, die in den vorbereitenden Untersuchungen in die höchste Kategorie für einen Ausbau eingeordnet worden sind, sagt Burkhard Born von der Kreisverwaltung.

 Doch bis die Bagger in Plein rollen, dauert es wohl noch einige Jahre. Denn in den kommenden zwei, drei Jahren stünden noch die Ausbauten aus dem aktuellen Ortsdurchfahrtenprogramm an, sagt Born. Zudem dauere es von der Planung bis zur Ausschreibung durch den Landesbetrieb Mobilität  etwa zwei bis drei Jahre, so dass die Ortsdurchfahrten, die die höchste Priorität erhalten, in etwa fünf Jahren ausgebaut werden könnten. Der Ausschuss werde die Prioritäten für die Ausbauten endgültig vorschlagen, die der Kreistag dann im Rahmen des Haushalts 2019 beschließt.