Rita Wagner soll es wieder machen

Spannend verlief die Versammlung der Bernkastel-Wittlicher Liberalen. Neben der später siegreichen Rita Wagner wollte auch Karl-Heinz Grünfelder den Bezirkslistenplatz 3 der FDP. Dieser hatte Wagners Vorgängerin im Landtag, Stefanie Lejeune, für den Sprung in die Abgeordnetenkammer gereicht.

Zeltingen-Rachtig. Überraschung bei der Nominierung des Kandidaten für den dritten Listenplatz auf der FDP-Bezirksliste bei der Versammlung des FDP-Kreisverbands Bernkastel-Wittlich. Denn wer nur nach Zeltingen-Rachtig gekommen war, um Rita Wagner auf den Schild zu heben, der wurde eines Besseren belehrt. Neben Wagner, seit September 2009 Mitglied des Landtags, stellte sich auch Karl-Heinz Grünfelder zur Wahl. Wagner war als B-Kandidatin für die Triererin Stefanie Lejeune nach Mainz gegangen.

Häufigen Besuchern von Nominierungsveranstaltungen bei den Bernkastel-Wittlicher Liberalen kam das Duell Wagner /Grünfelder bekannt vor. Bereits bei der Aufstellung der Kreistagswahlliste hatte der Wittlicher Grünfelder gegen die Hetzeratherin Wagner kandidiert - und die Oberhand behalten.

In seiner Bewerbungsrede gab sich der 62-jährige Wittlicher kämpferisch. Er gab die Losung aus, dass "wir auf das Ende der sozialistischen Alleinherrschaft hinarbeiten müssen". Aufgrund seiner früheren beruflichen Tätigkeit im Krankenhauswesen wolle er sein Augenmerk auf die Gesundheits- und Sozialpolitik richten.

Die 52-jährige Hetzeratherin Wagner sagte, dass der Blick für das Machbare nicht verloren gehen dürfe. Sie wandte sich vehement gegen den Bau von Solaranlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Dadurch gingen den Bauern zu viele Wiesen und Äcker verloren. Bei der anschließenden geheimen Wahl gingen von 69 Stimmen 43 an Wagner, Grünfelder erhielt 23.

Bei der ebenfalls stattfindenden Wahl der Direktkandidaten für den Wahlkreis 22 (Stadt Wittlich, VG Wittlich-Land, VG Kröv-Bausendorf und VG Manderscheid) gab es keine Kampfkandidatur.

Rita Wagner war einzige Kandidatin und erhielt 17 von 29 Stimmen. Ersatzbewerber für die Liberalen ist Willi Müllers aus Kröv mit 26 von 29 Stimmen.

Ob Rita Wagner tatsächlich auf Platz drei der Bezirksliste landet, steht übrigens noch nicht fest. Am 19. Juni trifft sich der Bezirksverband Eifel-Hunsrück, um die Reihenfolge der Bewerber auf der Bezirksliste endgültig festzulegen.

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