Ritter, Reiter und zwei Hexen

Die größte Sorge der Organisatoren des Mittelalter-Spektakels ist das Wetter. Wenn es mitspielt, werden Tausende von Besuchern erwartet. Höhepunkt der Veranstaltung ist die nordische Reitershow.

Bernkastel-Kues. (cb) Richtig heiß, zumindest was die Temperaturen angeht, wird es am Wochenende wahrscheinlich nicht. Aus Sicht der Organisatoren des dritten Mittelalter-Spektakels in Bernkastel-Kues muss es auch gar keine 30 Grad warm sein. Nur halbwegs trocken sollte es sein. Dann dürfte die Freiluft-Veranstaltung auf der Grünanlage am Moselufer im Stadtteil Kues ein Erfolg werden. Bei der Premiere im Jahr 2005 kamen bei Superwetter etwa 9000 zahlende Besucher, 2007 waren es bei schlechteren äußeren Bedingungen etwa 7500.

Veranstalter ist die Stadt Bernkastel-Kues. Die Organisation liegt aber wie bisher in Händen des Vereins "conductio princastell". Ihm gehören Leute an, die einen großen Teil ihrer Freizeit dem Mittelalter verschrieben haben und bei vielen Veranstaltungen dieser Art zugegen sind. Die heiße Phase der Vorbereitung begann am Sonntag. "Bisher läuft alles planmäßig", erzählt Chef-Organisator Florian Meurer. Die ersten Teilnehmer werden sich bereits heute, Donnerstag, häuslich auf dem Gelände einrichten. Das Motto der dritten Auflage lautet: Sagen, Mythen & Legenden. Etwa 60 Handwerker und Schausteller sowie die gleiche Anzahl an Musikern, Gauklern und sonstigen Künstlern werden am Samstag, von 11 Uhr bis spät in die Nacht, und am Sonntag, von 11 bis 18 Uhr, auf dem Gelände zu erleben sein. Einer der Höhepunkte wird einer Reitershow sein (Samstag 15 und 19 Uhr, Sonntag 13 und 15 Uhr). Die wilden Reiter begeben sich auf die Suche nach dem magischem Schwert "Grimnir". Mehrfach tritt auch Dr. Bombastus auf. Er berichtet über die Folgen des Weingenusses und die Entstehungsgeschichte des Menschen. Ein Gauklerduo bietet Feuerzauber, und zwei Hexen erzählen das Märchen von "Hänsel & Gretel". Am Samstag, 21 Uhr, beginnt außerdem ein Tavernenspiel, an dem verschiedene Gruppen teilnehmen. Natürlich können die Besucher an beiden Tagen auch wieder das Lagerleben verschiedener Gruppen beobachten.

Und worauf freut sich Florian Meurer am meisten? "Auf die Musik, weil wir einige neue Musiker haben, und auf die Reitershow", antwortet er. Und er hofft natürlich auf halbwegs gutes Wetter. Der Eintritt kostet sechs Euro (Wochenende zehn Euro). Wer mittelalterlich gewandet kommt, zahlt drei Euro. Kinder unter 14 Jahren erhalten freien Zutritt.