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Tradition: Ritter und Retter feiern gemeinsam auf Schloss Veldenz

Tradition : Ritter und Retter feiern gemeinsam auf Schloss Veldenz

(red) Als spätabends das Johannisfeuer auf dem Schlossvorplatz brennt, fassen sich zwei Mutige ein Herz: Ein Ritter und ein weltlicher Johanniter springen herüber.

Das soll reinigen und vor Krankheit schützen – auch all jene, die nur um das Feuer stehen. Und das sind an diesem Abend viele: Zur Feier des Johannisfestes auf Schloss Veldenz hat Schlossbesitzer Dr. Gilbert Haufs-Brusberg jetzt neben seinen Ritterkollegen aus der Subkommende Saar-Mosel auch sämtliche haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe Trier-Mosel mit Familien eingeladen, die gemeinsame Tradition zu pflegen. In originalgetreuer Mittelaltergewandung empfangen er, seine Gattin und eine Reihe Helfer die JUH-Mitarbeiter nach deren Waldwanderung zur Burganlage auf dem Veldenzer Berg. Bei einer Vorführung in der neu aufgebauten Hufschmiede und beim Bogenschießen nähern Ritter und Retter sich an, stärken sich bei Wurst und Trank. Bei der gemeinsamen feierlichen Messe im Rittersaal stehen sie Seite an Seite. „So soll es sein“, sagt der Leiter der Subkommende des Johanniterordens Volker Behrens: „Seite an Seite für die gute Sache“.  Über gemeisterte und bevorstehende Aufgaben, Vergangenheit und Zukunft tauschen sich die Johanniter-Ritter und -Retter noch lange am lodernden Johannisfeuer vor malerischer Burgkulisse aus.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) hat einen Jahrhunderte alten ritterlichen Ursprung mit Bestand bis heute. Der evangelische Johanniterorden als Träger der JUH wurde vor rund 1000 Jahren in Jerusalem begründet. Die Subkommende Saar-Mosel vereint 26 Ritter aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Trier, dem Saarland und Luxemburg. Noch heute fungieren die regionalen Leiter der Ordensritter als ehrenamtliche Vorstände der JUH.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband (RV) Trier-Mosel:

Die Johanniter  engagieren sich mit rund 150 haupt- und 120 ehrenamtlichen Kräften sowie 7500 Fördermitgliedern karitativ. Von der ambulanten Altenpflege über Behindertenbegleitung und Jugendhilfe reicht das Dienstleistungsspektrum bis zu Wohngruppen für Kinder sowie minderjährige Flüchtlinge.