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Rivenich beteiligt sich an Photovoltaikanlage der Trierer Stadtwerke

Energie : Neue Photovoltaikanlage bei Rivenich liefert Strom für 3000 Haushalte

Der Gemeinderat Rivenich hat zugestimmt, eine zwölf Hektar große Photovoltaik-Freiflächenanlage zu unterstützen. Durch eine Beteiligung könnte die Gemeinde im Jahr 30 000 Euro bekommen.

Von Christina Bents

Es waren keine kleinen Zahlen, um die es bei der Gemeinderatssitzung in Rivenich ging. Eine Photovoltaik-Freiflächenanlage am Ortsrand soll für rund sechs Millionen Euro gebaut werden.

Die Nachbargemeinden Klüsserath und Neumagen-Dhron haben schon Anlagen in diesem Bereich und so ist bereits ein Kabel für die Einspeisung des Stroms, den die Stadtwerke Trier abnehmen würden, vorhanden.

Mit der zwölf Hektar großen Anlage, die zwölf Megawatt Strom produziert, könnte man etwa 3000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Fläche liegt am Ortsrand von Rivenich, an der Grenze zu den Gemeinden Klüsserath und Neumagen-Dhron. Momentan sind dort Grünland, Ackerland und kleine Waldparzellen. Grundsätzlich ist sie für eine PV-Anlage geeignet. Betreiber und Teilhaber wären die Stadtwerke Trier. Die Gemeinde hat im Bereich des „Hansenbergs“ allerdings keine eigenen Flächen und könnte so nicht von Pachteinnahmen profitieren.

Finanziell könnte das Projekt für die Ortsgemeinde aber dennoch attraktiv werden, wenn sich die Gemeinde an der zukünftigen Betreibergesellschaft beteiligen würde. Das musste aber in der aktuellen Gemeinderatssitzung noch nicht beschlossen werden. Einstimmig waren die Ratsmitglieder aber dafür, die Pläne für die Anlage zu unterstützen. Von Seiten des SWT und vom Ersten Beigeordneten der Gemeinde Klüsserath wurde über eine mögliche Beteiligung informiert. In einer Beispielrechnung, bei der die Gemeinde drei Millionen, aber maximal 50 Prozent Beteiligung hätte, könnte die Ortsgemeinde 30 000 Euro pro Jahr, nach Abzug aller Investitionskosten, behalten.

Momentan durchläuft die Fläche ein Flurbereinigungsverfahren. Es wären von der Anlage keine Schutzgebiete betroffen und keine planungsrelevanten Tierarten.

In der anschließenden Diskussion wurde die Frage gestellt, ob die momentanen Preissteigerungen bei Bauvorhaben bereits in die Kalkulation miteingeflossen seien. Darauf antwortete der Vertreter der Stadtwerke, dass die Wirtschaftsplanungen immer aktualisiert würden, wenn Baurecht gegeben ist.

Weiteres Interesse hatten die Ratsmitglieder an den Kosten für die Entsorgung der Anlage. Da die Elemente nur in den Boden gerammt würden und keine Fundamente nötig seien, wären die verwendeten Materialien wie Alu, Glas, Quarzsand und Silizium im Wert höher als die Abbruchkosten. Für Schäden durch Hagel oder sonstiges gäbe es Versicherungen, sodass die Investition in Photovoltaikanlagen ein sicheres Geschäftsmodell sei.

Wichtig war den Ratsmitgliedern auch zu wissen, ob man für die Photovoltaikanlage Ausgleichsflächen benötige. Dem ist nicht so.

In diesem Jahr soll neben dem Grundsatzbeschluss, der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan und das Genehmigungsverfahren auf den Weg gebracht werden. Im kommenden Jahr steht die Ausführungsplanung, der Erhalt der Baugenehmigung, der Bau der Anlage und die Inbetriebnahme an.