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Rock im Wald mit und ohne Handicap

Rock im Wald mit und ohne Handicap

Vier verschiedene Bands rockten über fünf Stunden bei Rock im Wald. Zum 17. Mal fand der Konzertabend statt, bei dem 400 Besucher mit und ohne Behinderung zusammen feierten, tanzten und Musik machten. Beim Grünewaldfest am Sonntag waren weitere 600 Besucher.

Wittlich. Für die Bewohner und Freunde von Maria Grünewald ist das Grünewaldfest mit Rock im Wald jedes Jahr wieder ein besonderer Höhepunkt. "Vor zwei Jahren waren 1400 Besucher an beiden Tagen da", erklärt Michael Puhl, Einrichtungsleiter.
Doch auch in diesem Jahr ist er zufrieden, denn trotz der wechselhaften, kühlen Witterung sind 1000 Gäste zu beiden Veranstaltungen gekommen.
Ein halbes Jahr Vorbereitung braucht es, bis alles organisiert ist. In diesem Jahr hat Udo Bohn das als Leiter des Festausschusses zum ersten Mal übernommen. Den Kontakt zu den Bands, die in diesem Jahr aus Frankfurt und Essen gekommen sind, pflegen die Veranstalter über das Internet oder persönliche Beziehungen. Die Bands spielten Folk, Pop, Rock, Punk und Bluesmusik. Udo Bohn erklärt: "Die 40 Bands, die in den vergangenen Jahren hier waren, haben alle gerne hier gespielt und waren von der Spontaneität und der Lebensfreude, die hier herrschen, beeindruckt."
Die Besucher am Konzertabend kommen aus anderen Einrichtungen, sind Musikliebhaber oder gehören zum Stammpublikum. Markus Röhl, der zum ersten Mal bei Rock im Wald zu Besuch ist, erklärt: "Die Musik und die Atmosphäre waren gut. Erst war es etwas ungewohnt, aber wir haben uns schnell eingefühlt." Die meisten Fans hat an diesem Abend My Rock King Rico, die Rockband von Maria Grünewald, in der Menschen mit und ohne Behinderung spielen.
Eine Premiere gab es mit dem Lied Rio, das, passend zur Fußballweltmeisterschaft, von einem Kind handelt, dass einmal Fußballstar werden will. Angesagt wurde My Rock King Rico von einem chinesischen Gast, denn die Gruppe spielt am 18. Oktober beim Festival Makellos in Peking, bei dem sich etwa 200 Musiker mit und ohne Behinderung aus der Schweiz, Deutschland, Ungarn, Südkorea und China treffen. chb