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Rodeln am Erbeskopf und Dollberg - Zwei Menschen bei schwerem Unfall verletzt

Wintersport am Wochenende : Viele Rodler am Erbeskopf und Dollberg – aber zwei Menschen schwer verletzt

Beide Wintersportgebiete am Erbeskopf und am Dollberg waren gut besucht. Ein befürchteter Ansturm blieb aus. Doch es gab auch mehrere Unfälle.

Nach dem großen Ansturm auf die Wintersportgebiete am Erbeskopf und am Dollberg vom letzten Wochenende zeigte sich die Lage am Sonntag deutlich entspanter. Am Erbeskopf etwa blieb das teilweise befürchtete Verkehrschaos aus. Bis zum frühen Nachmittag gab es immer wieder freie Parkplätze. Hauptsächlich waren es Familien mit kleinen Kindern, die nochmal den letzten Schnee zum Rodeln ausnutzen wollten.

Die erste Hürde, die alle Besucher am Erbeskopf zu nehmen hatten, waren allerdings die stark vereisten Wege hinauf zu den Rodelhängen. Für viele Besucher war das Eis überraschend und nur schwer zu meistern. Wer es allerdings bis dort hinauf geschafft hatte, konnte auf den Eispisten sein Können beweisen.

Früh angereist waren auch Andrijetta Berisha und Leon Gunkel aus Mühleim mit ihren Kindern. „Bei uns an der Mosel gibt es so gut wie keinen Schnee und da wir auch Kinder haben, ist es einfach nur schön hierher zu kommen und mit der ganzen Familie eine schönen Tag zu erleben. Als wir hier ankamen, dachten wir, das wir vielleicht nochmal Spaß mit einer Schneeballschlacht haben werden, aber das viele Eis hat uns dann doch überrascht. Letzten Endes ist es uns aber egal, wir haben den Schlitten dabei und gerutscht wird hier so oder so.“ 

Sabine Berndt-Flohr reiste mit ihrer Familie aus Ramstein an den Erbeskopf. „Wir haben vorher auf die Webcam geschaut und gesehen, das hier noch Schnee liegt, dann sind wir spontan losgefahren. Mit dem vielen Eis hier haben wir allerdings nicht gerechnet. Es ist halt sehr mühselig den Berg hochzusteigen, und man legt sich auch mal auf die Nase. Aber am Ende ist dann doch der Spaß da, wenn man herunterfahren kann.“ Aufgrund des anhaltenden Tauwetters kamen die Schneekanonen in den letzten Tagen nicht mehr zum Einsatz. An einen Liftbetrieb war hier nicht zu denken.

Nach Auskunft der Vorsteherin des Zweckverbandes Wintersport am Erbeskopf Vera Höfner haben sich zwei Menschen beim Rodeln auf dem Eis verletzt (siehe Infobox). Die Rettungsmaßnahmen vor Ort hätten sich aufgrund Schaulustiger, Eisglätte und dem unwegsamen Gelände äußerst schwierig gestalteten, teilte die Polizei später mit. Sie appellierte an die Besucher des Wintersportgebiets zur besonderen Vorsicht bei der Nutzung der Ski- und Rodelpisten aufgrund der aktuellen Bodenverhältnisse.

Rodeln und Ski am Erbeskopf und Dollberg

Skilift am Dollberg in Betrieb

Ein paar Kilometer weiter, am Dollberg, kamen nicht nur die Rodler auf ihre Kosten. Auch die Skifahrer konnten den Schnee noch einmal für sich nutzen. Der Skilift war in Betrieb und wurde zur Freude der Pistenfans gerne genutzt. Auf Werbung für den Wintersport hatte der Verein des Skiclub Dollberg absichtlich verzichtet.

Auch die Webcam wurde vorsorglich abgeschaltet, zu groß war die Sorge, der Liftbetrieb könne zu viele Menschen anlocken. „Wir haben an diesem Wochenende absichtlich auf Werbung verzichtet und wollen hier auf jeden Fall einen Massenbetrieb vermeiden“, erklärt Rainer Kubitza vom Skiclub Dollberg.

Das Konzept ging auf. Die Besucher verteilten sich gut über die gesamte Anlage, sodass Abstands- und Hygieneregeln hier kein Hindernis darstellten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sonntäglicher Rodelspaß am Erbeskopf und Dollberg