Rollifahrer unterwegs auf spannender Krimitour

Rollifahrer unterwegs auf spannender Krimitour

Sieben Rollstuhlfahrer haben einen spannenden Ausflug mit dem Traben-Trarbacher Krimiautor Jens Buchner gemacht. Dabei sind sie Spuren von der Hauptfigur Jonas aus dem Buch "Der Schatz des Königs", der ebenfalls nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, nachgegangen.

Traben-Trarbach. "Schön war's! So was hatten wir noch nie!", sagt Sibylle Morguet. Die Leiterin des Sozialen Dienstes des Ida-Becker-Hauses schaut glücklich auf den Ausflug "ihrer" Rollifahrer des Altenzentrums in Traben-Trarbach zurück. Bei bestem Wetter hatten sich sieben Rollstuhlfahrer jeweils mit einem schiebenden Begleiter auf den Weg zur Krimiführung gemacht. Und die versprach eine ganze Menge Spannendes. Der Traben-Trarbacher Krimiautor Jens Buchner bespielte seine Zuhörer auf den Pfaden seines zweiten Moselkrimis "Der Schatz des Königs". Der handelt vor allem in Traben und lässt auch historische Persönlichkeiten, zum Beispiel Heimatforscher "Spieselappi" wieder auferstehen. In der Erinnerung der Teilnehmer lebte er wieder auf, hatten ihn die meisten doch selbst noch persönlich gekannt. Vom Ida Becker Haus ging es die Mosel entlang. Kurz darauf begann Jens Buchner aus dem Kapitel "Trabener Moselanlage" vorzulesen. Genau dort begegnet nämlich Held Jonas einem unheimlichen Riesen, dem Schwarzen Mann. Einer der dunklen Gestalten aus der Geschichte, die Traben-Trarbach und Kröv von da an in Atem halten werden. Gebannt ließen sich die Senioren von der Handlung gefangen nehmen.
Und das ging schon aus einem Grund ganz leicht. Denn auch Jonas fährt in dieser Szene bereits im Rollstuhl - acht Wochen zuvor hatte er sich bei einem Unfall in den Ruinen der Festung Mont Royal die Wirbelsäule verletzt. "Ich wollte den zweiten Krimi aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers schreiben. Das fand ich wirklich spannend!", sagt Buchner dazu.
Bei Sibylle Morguet, die wie Jens Buchner sich zeitweise selbst im Rollstuhl hatte schieben lassen, stellte sich auch Nachdenkliches ein. "Ich fühlte mich teilweise ganz schön ausgeliefert. Bei einigen Hubbels im Weg befürchtete ich umzufallen. Das war eine wichtige Erfahrung für mich ..." red

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