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Roman von Werner Arbogast über Spannungen zwischen den Konfessionen

Literatur : Wenn es zwischen Konfessionen zu Konflikten kommt

In einem Roman beschreibt Werner Arbogast das Spannungsverhältnis zwischen den Konfessionen katholisch und evangelisch an der Mosel im Jahr 1728.

Werner Arbogast liebt die Mosel. Davon zeugen die fünf Bücher des Traben-Trarbachers. Er hat darin moselländische Anekdoten veröffentlicht, die er über lange Zeit gesammelt hatte. Jetzt hat der 79-Jährige seinen ersten Roman herausgebracht – mit dem Titel „Das Geheimnis in der Kirchstraße.“ Die Geschichte fußt auf tätsächlichen Ereignissen, die er bei einem Vortrag von Historiker Christof Krieger, Leiter des Mittelmosel­museums, erfahren und in dem Roman verarbeitet hat.

In Wolf wird ein Winzer durch den evangelischen Pfarrer der Gotteslästerei bezichtigt und deshalb in seinem Heimat­ort festgesetzt. Nach einer misslungenen Flucht landet er im Traben-Trarbacher Gefängnis. Als er konvertiert und stirbt, entfacht sein Tod einen Glaubenskrieg, da ihm als einem katholischen Verstorbenen aus religiösen Gründen ein Begräbnis auf einem evangelischen Friedhof verweigert wird. Worauf sich Hunderte Kröver nach Wolf begeben, um die katholische Beisetzung zu erzwingen.

„Es ist eine Geschichte, die sich 1728 ereignet hat“, sagt Arbogast. Den Autor hat das damalige Spannungsverhältnis zwischen den Religionen fasziniert, die sich seinerzeit nicht besonders gut vertragen haben.