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Rommelsbachmündung wird renaturiert

Rommelsbachmündung wird renaturiert

Das umfangreiche Projekt "Stadt am Fluss" in der Wittlicher Altstadt wird konkret: Die Renaturierungsarbeiten unter der Altstadtbrücke und am Rommelsbach sind ausgeschrieben. Das ist der Startschuss für ein insgesamt 2,5 Millionen Euro teures Projekt, das das Wittlicher Stadtbild an zentraler Stelle verändern wird.

Wittlich. "Die wasserrechtliche Genehmigung für unser Projekt zur Umgestaltung des Lieserufers ist da, sodass wir das Ganze ab September angehen können." Das sagte Bürgermeister Joachim Rodenkirch das vor einer Woche öffentlich im Stadtrat. Daraufhin folgte die Ausschreibung des Großprojekts zur "Aufwertung des Lieserufers, erster Bauabschnitt, Stadt Wittlich Renaturierungsarbeiten."
Die genannten Mengenangaben für die anstehenden Arbeiten sind enorm: Allein 2400 Kubikmeter Boden muss gelöst, geladen, entsorgt werden. Zum Vergleich für Heimwerker: In eine Durchschnittsschubkarre, die rund 80 Liter fasst, passen (ein Kubikmeter sind 1000 Liter) rund 0,08 Kubikmeter. Also wären es umgerechnet 30 000 Schubkarren Boden! Gut, dass es LKW und Bagger gibt.
Aber an der Lieser steht für den ersten Bauabschnitt noch mehr an: etwa der Abbruch von Stahlbeton und insgesamt 330 Tonnen Steinschüttung. Immerhin wird alles rings um den Mündungsbereich Rommelsbach komplett verändert, eben renaturiert.
Baubeginn soll der 5. September sein und voraussichtliches Ende am 28. Oktober. "Die Ausschreibung umfasst die Arbeiten unter der Altstadtbrücke und am Rommelsbach", erklärt Theresia Rodenkirch, Pressestelle der Stadtverwaltung, auf TV-Nachfrage.
Abenteuerspielplatz geplant


Damit beginnt nach der Kirmes eine massive Veränderung von Fluss und Bach an der Altstadtbrücke, der Schnittstelle zwischen dem großen Parkplatz Zentrum und der Innenstadt.
Ziel ist nicht nur eine Verbesserung des Stadtbildes sondern auch des Hochwasserschutzes.
So wird unter anderem das Flussbett der Lieser verbreitert, die Rommelsbach entrohrt und ihre Mündung offengelegt. Dass ihr jetziges, eingeengtes teils einbetoniertes Flussbett nicht optimal ist, haben unlängst zwei Hochwasser des ansonsten unscheinbaren Bachs gezeigt.
Später soll noch eine neue kleine Brücke gebaut und eine Art wassernaher Abenteuerspielplatz hin zur Lieser entstehen.
In einem zweiten Bauabschnitt wird dann das komplette linke Flussufer in etwa parallel zum Platz an der Lieser umgebaut.
Dazu verschwindet der Hochbeet-Bereich zwischen Feldstraße und Platz an der Lieser. Die Fahrbahn rückt weg vom Fluss, dessen Ufer über Stufen erreichbar sein wird. Die jetzige, massive Mauer, die die Lieser links einfasst, verschwindet.
Als Ersatz soll ein mobiler Hochwasserschutz angelegt werden, um die Innenstadt im Notfall vor Überflutung zu sichern (der TV berichtete). Nach jetzigen Schätzungen kostet alles rund 2,5 Millionen Euro, wovon das Land 1,895 Millionen Euro Zuschuss trägt.
Wer sich für das Projekt, das mehrfach öffentlich vorgestellt und diskutiert wurde, interessiert, findet Informationen auf <%LINK auto="true" href="http://www.wittlich.de" text="www.wittlich.de" class="more"%> sos