Sägen für das soziale Miteinander

MANDERSCHEID (chb). In siebzehn verschiedenen Projekten haben die Schüler der Regionalen Schule klassenübergreifend neue Lernerfahrungen gesammelt und soziales Miteinander geübt. Unter dem Motto "Weihnachten" bastelten die Schüler, musizierten oder sorgten bei den Projekttagen für die Bewirtung der Gäste.

Schüler, Eltern und Lehrer tummeln sich im Schulgebäude, um die Ergebnisse der vorangegangenen drei Tage zu bestaunen. Eine Gruppe widmet sich dem Projekt Weihnachtsschmuck aus Holz. Sieben Jungen und vier Mädchen sitzen im Werkraum, zeichnen Engelsfiguren oder Weihnachtsbäume auf Sperrholzplatten, sägen sie aus und malen sie an. "Ich bastele sehr gerne, deshalb habe ich mich für dieses Projekt gemeldet", erzählt Dennis Malaschenko aus der sechsten Klasse, der gerade einen Engel anmalt. Eine Dreiviertelstunde müssen die Schüler konzentriert bei der Sache bleiben, um den Weihnachtsschmuck fertig zu stellen. "Ich war sehr überrascht, wie ausdauernd die Schüler bei der Arbeit waren", sagt Marya Stephany, Leiterin des Projekts. "Ich habe mich sehr gefreut, wieder mit den anderen aus meiner alten Klasse zusammen was zu machen, nachdem Realschulklasse und Hauptschulklasse getrennt wurden", sagt Tabea Persch, während sie eine Kerze aussägt. Ziel der Projekttage ist es, die Kinder auf einer Ebene anzusprechen, die ihnen Spaß macht und sie interessiert. Auch der soziale Effekt, durch die jahrgangsübergreifende Arbeit ist sehr wichtig. Zudem sollen die Eltern sehen, was Schüler und Lehrer gemeinsam in nur zwei Tagen leisten können. Viel erreicht haben auch die Schüler des Jonglierprojekts. Eine halbe Stunde Programm präsentieren sie nach nur zwei Tagen Probe. In der Halle dröhnt Rockmusik aus den Boxen, Keulen werden geschwungen und Bälle in der Luft gehalten. "Man sollte die Projekttage auf jeden Fall wieder anbieten", sagt ein Teilnehmer begeistert. Die Schüler haben sich in dieser Gruppe die Ziele am ersten Tag selbst gesteckt. Nach einem Video, das ihnen gezeigt wurde, und einer kurzen Einführung entschied jeder für sich, was er am Ende den Zuschauern vorführen wollte. "Ich bin froh, dass es bei mir so gut geklappt hat, mit den Tüchern zu jonglieren, aber es hat auch viel Spaß gemacht, mit den anderen die Menschenpyramide einzuüben", sagt Andy Heck stolz. "Es war sehr abwechslungsreich, wir haben mit dem Trampolin gearbeitet und mit dem Einrad", erzählt Dirk Caspari. Der betreuende Lehrer Joachim Burgard freut sich, wie gut sich die Schüler untereinander geholfen und Tipps gegeben haben. "Alle waren bestrebt, dass wir heute ein schönes Programm bieten, und so hat jeder dem anderen geholfen, wo er konnte. Unterstützung erhält die Schule aber auch von den Eltern. "Die Projekte waren sehr gut und sinnvoll, die Kinder bringen sich ganz anders ein und sind viel interessierter", so die Bilanz von Ute Klaas, deren Kinder die Schule besuchen.