"Säubrenner" laden Amerikaner ein

Ein Formular zur "Bestellung für mehrwertsteuerbefreite deutsche Waren/Dienstleistungen" hört sich bürokratisch an, ist es aber nicht. Davon konnte die Infoveranstaltung "Amerikaner kaufen in Wittlich" der Stadtverwaltung Wittlich im Alten Rathaus überzeugen.

Wittlich. (mkl) Rund 25 interessierte Einzelhändler und Gastwirte waren der Einladung zur Informationsveranstaltung "Amerikaner kaufen in Wittlich", die von der Stadtverwaltung Wittlich angeboten wurde, ins Alte Rathaus gefolgt. Die Idee zu dieser Veranstaltung entstand eigentlich schon 2006, so Elisabeth Friedrich, Abteilung Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung Wittlich. Sie hatte damals in einem Kooperationsprojekt mit der Air Base Spangdahlem Frauen der amerikanischen Soldaten zu einem "Einkaufsbummel" in die Stadt Wittlich eingeladen. Das war ein voller Erfolg, zeigte aber auch, dass es im Bezug auf den Mehrwertsteuerfreien Einkauf Berührungsängste auf beiden Seiten gab. "Bürokratische Blockaden" abfangen, bevor sie entstehen, war das weitere Ziel in der Stadtmarketingrunde. Vom Ergebnis dieser Idee "Amerikaner kaufen in Wittlich" konnte man sich nun am Infoabend überzeugen. Die Stadt hatte den Leiter des Büros für Öffentlichkeitsarbeit der Air Base Spangdahlem, Bernd Schäfer, sowie die Referenten Amanda L. Delancey, Jason L. Franzee und Roy E. Allen eingeladen. Schäfer entführte die Zuhörer zunächst zu einem kurzen "Rundflug" durch die Air Base, auf der rund 5500 Militärs mit ihren Angehörigen stationiert sind. Im Anschluss beantworteten die Referenten Fragen zum Thema mehrwertsteuerfreie Einkaufsmöglichkeiten der Amerikaner und erklärten anschaulich anhand von Musterformularen das Prozedere. Demnach können die Mitglieder der US-Streitkräfte und ihre Angehörigen zu einem Preis von drei Dollar ein dreiseitiges Formular erwerben, welches sie dazu berechtigt, beim Händler unter Vorlage des Formulars und des Dienstausweises bis zu einem Betrag in Höhe von 2500 Dollar pro Formular mehrwertsteuerfrei, in der Regel mit Kreditkarte, einzukaufen. Zum Abschluss gab es für die Referenten natürlich einen original Wittlicher Wein und den "Wittlicher Stägken". Weitere Informationen zum Thema gibt es bei Karsten Mathar vom Stadtmarketing Wittlich oder bei Elisabeth Friedrich vom Fachbereich III der Stadtverwaltung Wittlich.

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