Säubrennerkirmes: die Band Da Capo wird nach Jahren wieder auftreten

Säubrennerkirmes : Die Band Da Capo tritt nach Jahren wieder in Wittlich auf

Nach vielen Jahren Abwesenheit wird die Band Da Capo wieder bei der Säubrennerkirmes auftreten. Nahezu in Originalbesetzung wollen die Musiker auch ihr Programm von damals auf die Bühne am Pariser Platz bringen.

„Wir waren nie weg, und jetzt sind wir zurück!“ Eckhard Schmitz, gerät ins Schwärmen. Der Wittlicher Steuerberater und passionierte Musiker freut sich in diesem Jahr besonders auf die Säubrennerkirmes, denn er wird zusammen mit der goßen Besetzung seiner Band Da Capo nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder auf der Bühne stehen.

Der erste Kirmes-Auftritt war ein Jahr nach  Gründung der Band im Jahr 1986. Damals hob Schmitz zusammen mit Hans-Jürgen Heinen – von ihren Musikerkollegen Ecki und Nenieh genannt – die Band aus der Taufe. Im noch jugendlichen Alter stellten sie eine zehnköpfige Band zusammen, in „James-Last-Besetzung“ wie Schmitz sagt. Mitte der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre gehörten sie mit ihrer Sängerin Andrea Revetti zu den musikalischen Hauptattraktionen der Säubrennerkirmes. Und daran wollen sie mit ihrem Auftritt am 17. August auf dem Pariser Platz wieder anknüpfen. Nahezu in der Originalbesetzung wird es die Originalmusik von damals geben. Nur auf die weißen Anzüge von damals werden die Herren - mittlerweile alle Ü-50 – verzichten.

Bei den  ersten Auftritten 1986 gab es vor allem Swing, Soul und Pop zu hören. In den  Folgejahren  gab es dann folgende Klausel im Vertrag: „Das darzubringende Musikprogramm wird von der Band unter Berücksichtigung des volkstümlichen Charakters der Wittlicher Säubrennerkirmes zusammengestellt.“

Schmitz: „Daraufhin haben wir – aus einer Art Trotz – eine brutale Mischung gemacht.“ Pop, ein Gitti-und-Erika-Medley oder Blasmusik wurden miteinander kombiniert.

Und solch eine Mischung soll es dieses Jahr wieder geben: von James Last über Blasmusik, Pop-Titel der 1980er-Jahr, Glenn Miller, Donna Summer bis zu Klaus Lage. „Echte Kirmesmusik halt,“ sagt der gebürtige Ürziger. Und er verspricht: „Immer live und ohne Zusatzstoffe.“ Die Shows gingen nicht immer pannenfrei ab. Schmitz erinnert sich an einen der ersten Auftritte: Es musste wie immer schnell gehen mit dem Wechsel zwischen den Bands und dem Aufbau der Technik, die damals jede Band noch selbst mitbrachte. Dann ging es zum Umziehen ins Rathaus. Schmitz: „Wir kamen mit unseren weißen Anzügen aus dem Rathaus, sind quer über den Marktplatz auf die Bühne marschiert und haben mit einem spektakulären Intro im James-Last-Stil losgelegt.“ Irgendwann rief die ganze Band „Hallo Wittlich!“ über die Menschenmenge – und war sehr erstaunt, dass niemand zur Bühne sah, alle sich weiter unterhielten und an ihren Gläsern nippten. Die Erklärung war einfach: Es gab keinen Ton, weil ein Techniker vergessen hatte, eine Box anzuschließen.

Die Musiker – alle aus der Region Wittlich/Mittelmosel/Trier – sind optimistisch, dass das beim Revival am Kirmessamstag nicht wieder passiert. Und wenn es doch eine Panne geben sollte, nehmen sie es mit Humor. Sie wollen Spaß auf der Bühne, und dass die Leute vor der Bühne Spaß haben. So wie früher. Sie freuen sich auch deshalb auf den Auftritt, weil sie zum Teil seit Jahren nicht mehr zusammen gespielt haben. Die Band Da Capo gibt es zwar seit 1985, aber die Besetzungen und die Größe haben im Laufe der Jahre stark variiert - immer dabei die Gründer Ecki am Piano und Nenieh am Schlagzeug, die auch schon mal im Duo aufgetreten sind und sich dann - da sie auch singen - scherzhaft als kleinstes Trio der Welt bezeichneten.

Die jetzige Besetzung ist nahezu (bis auf einen Saxofonisten) die Originalbesetzung von 1990. Bei den Bläsern gibt es zudem Verstärkung.  Und so hoffen die Musiker, dass  am Kirmessamstag nicht nur bei ihnen, sondern auch bei den Gästen viele Erinnerungen geweckt werden.