Salami-Taktik

Sieben Jahre dauert die Salami-Taktik nun schon und es ist kein Ende in Sicht: Die Sparkasse setzt ihren Rückzug aus dem flachen Land fort, schließt kleine Geschäftsstellen und SB-Standorte. Den Beteuerungen der Vorstände, weitere Rationalisierungen seien nicht geplant, folgt jedes Mal die bittere Erkenntnis, dass doch wieder Filialen den knallharten betriebswirtschaftlichen Überlegungen zum Opfer fallen. Und immer wieder sind Menschen, die alt, krank oder nicht mobil sind, die Leidtragenden. Wer glaubt, dass die Sparkasse wegen schwächelnder Aktienmärkte, großem Konjunktureinbruch oder der Fusion mit Cochem-Zell zu drastischen Sparmaßnahmen gezwungen ist, irrt: Das Institut konnte 2002 seinen Gewinn sogar auf 2,1 Millionen Euro steigern. Den geschlossen Filialen sei Dank!? Weil die Rechnung aufgeht, müssen die Bürger wohl mit weiteren Schließungen rechnen. Wegen der relativ dichten Filialstruktur ist wohl der Kreis Cochem-Zell künftig am stärksten betroffen: Per Salami-Taktik, versteht sich. a.follmann@volksfreund.de