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Salmtaler Bürger wollen den Verlauf einer geplanten Hochspannungsleitung ändern, weil sie aus ihrere Sicht zu nah an Wohngebieten verläuft. Dabei erhalten sie Rückendeckung aus der Politik.

Energieversorgung : Strom-Masten bei Salmtal sollen weichen

Salmtaler Bürger wollen den Verlauf einer geplanten Hochspannungsleitung ändern, weil sie aus ihrerSicht zu nah an Wohngebieten verläuft. Dabei erhalten sie Rückendeckung aus der Politik.

Die Forderung einiger Salmtaler ist klar: Die geplante neue Hochspannungstrasse soll weiter vom Ort weg als bisher geplant. Von Metternich nach Niederstedem wird die neue Leitung verlaufen, die das Unternehmen Amprion baut. Statt wie bisher 60 Meter hoch sollen die neuen Masten 81,50 Meter hoch sein. Dadurch müsse ebenfalls die Stahlkonstruktion am Mastfuß von acht mal acht Meter auf 15 mal 15 Meter wachsen. Doch in Salmtal ist dieses Vorhaben auf Widerstand  gestoßen und eine Interessengemeinschaft hat sich gegründet (der TV berichtete).

Gefordert wird, dass die Trasse großräumig verlegt wird und somit ein Abstand von 400 Metern zum Wohngebiet eingehalten werden kann. Rund 150 Haushalte wären davon betroffen. Die Interessengemeinschaft hat dazu eine Stellungnahme verfasst, die auch in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Verbandsgemeinde Wittlich-Land besprochen wurde. Ausschlaggebend sei, dass es in anderen Bundesländern bereits gesetzliche Vorgaben gebe, dass bei Freileitungen ein Abstand von 400 Metern zu Wohnsiedlungen eingehalten werden muss. Das sei bei der Planung von Amprion nicht der Fall.

Dennis Junk, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Wittlich-Land, sprach der Interessengemeinschaft seine Unterstützung aus: „Wir werden uns diesem Problem auf  VG-Ebene annehmen und uns mit der Ortsgemeinde Salmtal auf den Weg machen.“

Haupt- und Finanzausschuss Mitglied Manfred Hower, der ebenfalls Mitglied im Ortsgemeinderat Salmtal ist, berichtete von der aktuellen Situation in Salmtal: „Die Planung von Amprion würde massive Veränderungen bedeuten. Die 400 Meter Grenze einzuhalten wäre für die Menschen, die in dem betroffenen Wohngebiet leben, nicht nur gesundheitlich, sondern auch optisch besser.“

Für den Leitungsabschnitt zwischen den Umspannanlagen Wengerohr und Niederstedem läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord in Koblenz. Noch bis zum 7. September können die Bürger eine Stellungnahme bei der SGD Nord einreichen. Sowohl der Antrag, als auch der Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses, seien für den weiteren Verlauf sehr wichtig, so Hower.

In diesem Zusammenhang wurde der Beschlussvorschlag geändert: Ursprünglich war der Beschluss, dem VG-Rat eine Empfehlung auszusprechen. Da dessen nächste Sitzung aber erst am 9. September sein wird, wurde aufgrund der Dringlichkeit des Themas schon im Haupt- und Finanzausschuss beschlossen, die Ortsgemeinde Salmtal bei ihrem Bemühen zu unterstützen. Dieser Beschluss werde in der Sitzung des VG-Rates nochmal thematisiert.