Sanieren ist teurer als neu bauen

Ein unhaltbarer Zustand soll mit dem Neubau eines Feuergerätehauses in Malborn beendet werden. In einer Etatsitzung wurden dafür 280 000 Euro in den Haushalt der Verbandsgemeinde Thalfang eingestellt. 2008 soll gebaut werden. Die Zuschussanträge ans Land laufen.

Malborn/Thalfang. "Bis wir in den Neubau einziehen können, müssen wir noch die Zähne zusammenbeißen", meint dazu Wehrführer Andreas Ritter, der sich jetzt mit Architektin Eliane Brückner traf, um sich über den neuesten Stand der Planungen zu informieren.Fest steht: Es muss ein Neubau her. "Das Gerätehaus im Weiherheck kann nur noch abgerissen werden, denn eine Sanierung ist sinnlos", so die Planerin. Überall findet sich Schimmel an den Wänden. Aber das ist nicht das Schlimmste. "Die Statik ist gefährdet. Teilweise liegen die Trageisen frei. Die Fugen kann man mit den Fingernägeln rauskratzen", beschreibt Brückner die Problematik."Schlechtes Material und auch noch schlecht ausgeführt", lautet das vernichtende Urteil. Das Haus wird der Abrissbirne wohl wenig Widerstand bieten. Wann diese jedoch kommt, ist noch offen.Geplant ist an gleicher Stelle ein moderner Zweckbau, der sich in Form und Ausführung dennoch in das vorhandene Ortsbild einfügt.An den Gesamtkosten von 280 000 Euro will sich die Wehr mit Eigenleistungen im Wert von 16 000 Euro beteiligen. "Wir machen die Elektrik, den Trockenausbau, die Lackier- und Malerarbeiten und die Außenanlage selbst", bestätigt Wehrführer Ritter.Er und seine weiteren 22 Aktiven freuen sich riesig über das Projekt. Denn bislang gibt es nur eine Toilette, die Geräte leiden unter der Feuchtigkeit, und ein vernünftiger Unterricht für die Weiterbildung der Retter ist auch nicht möglich.Das neue Gerätehaus bekommt zwei Hallen für die Fahrzeuge, einen Lagerraum für Geräte und Ausrüstung, einen Schulungsraum und ordentliche Sanitäreinrichtungen mit Duschen, getrennt für Damen und Herren.Bislang verfügt die Malborner Wehr über ein Tragkraftspritzenfahrzeug und einen Oldtimer von Feuerwehrauto, das mehr ein Liebhaberstück ist und sich für den Einsatz weniger eignet. In den beiden neuen Hallen der Schwerpunktwehr sollen einmal ein Mittellöschfahrzeug (MLF) und ein Mannschaftstransporter MTF/L Platz finden. Doch die Anschaffung dieser beiden Feuerwehrautos ist noch Zukunftsmusik. Jetzt hofft die Malborner Wehr erst einmal auf einen baldigen Baubeginn in diesem Jahr.