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Sanierung: Hochzeitsprämie fürs Hallenbad in Bernkastel-Kues

Sanierung: Hochzeitsprämie fürs Hallenbad in Bernkastel-Kues

Neue Filter, neue Lüftung: Das Hallenbad in Bernkastel-Kues wird für die Zukunft fit gemacht. Ein Drittel des Geldes kommt vom Land. Es ist Belohnung für die Fusion zwischen den Verbandsgemeinden Bernkastel-Kues und Neumagen-Dhron.

Bernkastel-Kues. Wie die Zeit vergeht: Der Zusammenschluss zwischen den Verbandsgemeinden Bernkastel-Kues und Neumagen-Dhron liegt fast zwei Jahre zurück. Doch immer noch beeinflusst er das Geschäft auf kommunalpolitischer Ebene. Das Land überweist 250 000 Euro für die energetische Sanierung des Hallenbades in Bernkastel-Kues. Es gebe, so VG-Beigeordneter Leo Wächter, zwar noch keinen Bewilligungsbescheid, Innenminister Roger Lewentz habe aber mitgeteilt, dass die Summe noch in diesem Jahr ausgezahlt werden könne.

Das Land hatte bei den Fusionsverhandlungen die beteiligten Kommunen gebeten, einen Wunschkatalog aufzustellen. Es wollte die Bereitschaft zur Vereinigung mit einer Hochzeitsprämie versüßen. Ein Wunsch aus Bernkastel-Kues: Das Land möge die energetische Sanierung des Hallenbades bezuschussen.
Leo Wächter beziffert die Kosten auf 750 000 Euro netto. Das Geld soll hauptsächlich in die Erneuerung der Lüftung, der Filteranlagen und der Elektrotechnik gesteckt werden. "Dann haben wir vielleicht wieder 15 bis 20 Jahre Ruhe", sagt Wächter. Es sei wichtig, grundlegend zu erneuern und nicht nur zu reparieren. "Sonst wäre die Betriebsfähigkeit des Bades in ein paar Jahren in-frage gestellt", so der hauptamt-liche Beigeordnete.
Nächstes Jahr im Frühsommer sollen die Arbeiten beginnen. Zwischen Hallenbadschließung und Freibadöffnung liegen immer acht bis zehn Tage. In dieser Zeit laufen die Arbeiten, die auch für den Betrieb des Freibades unumgänglich sind. Danach konzentrieren sich die Handwerker auf das Hallenbad.
40 000 Besucher wurden in diesem Jahr im Freibad gezählt, 32 000 Gäste kommen durchschnittlich ins Hallenbad. Diese Zahlen reichen aber bei weitem nicht aus, um Geld zu verdienen. 2012 lag das Defizit beider Bäder bei zusammen 442 000 Euro.
Zu Buche schlagen vor allem Personal (320 000 Euro) und Heizung (125 000 Euro). Die Einnahmen liegen dagegen nur bei etwa 238 000 Euro. Am Bestand des Bades wird aber nicht gerüttelt. "Es ist für die Infrastruktur und für den Tourismus unverzichtbar", sagt Leo Wächter.Extra

Badgeschichte: Das Freibad wurde 1959 gebaut. 1974 folgte das Hallenbad mit seinem 25-Meter-Becken. Knapp 20 Jahre später erfolgte die erste Sanierung des Hallenbades. Damals wurden fünf Millionen D-Mark investiert. Das Hallenbad dient auch dem Schulsport. Gymnasium und Realschule plus liegen in unmittelbarer Nähe. Das Bad wird außerdem von einigen Grundschulen aus der Umgebung genutzt. Der Schulsport ist kostenlos. Vereine müssen dagegen einen Obolus an die VG zahlen. cb