Sanierung wird deutlich billiger

Gute Nachrichten aus dem Verbandsgemeinderat Thalfang: Die Sanierung des Erholungs- und Gesundheitszentrums in Thalfang wird deutlich günstiger als geplant. Das liegt an dem günstigen Ergebnis des Bieterverfahrens. Noch im Juli ging man davon aus, dass die Renovierungskosten mehr als 90 000 Euro über der jetzigen Summe liegen würden.

Thalfang. Preise steigen nicht nur, sie sinken auch mal, wovon nun die Verbandsgemeinde (VG) Thalfang profitiert. Deren Rat ging davon aus, einschließlich Mehrwertsteuer 435 000 Euro investieren zu müssen für das Erholungs- und Gesundheitszentrum (EGZ). Wie berichtet, sollen dort auch Pumpen ausgetauscht werden.
Deshalb wurden zunächst Mehrkosten in Höhe von 55 000 Euro erwartet. Ebenfalls erneuert werden Filteranlagen, Schaltschrank und ein Messregelsystem für die Dosierung des Wasserchlorgehalts.
Arbeiten im November


Die technischen Verbesserungen sind für November vorgesehen, wenn das Bad ohnehin drei Wochen lang im Rahmen der jährlichen Generalreinigungsarbeiten geschlossen ist. Bürgermeister Marc Hüllenkremer geht davon aus, dass die Arbeiten binnen fünf Wochen erledigt sein werden.
Dass die Kosten nun deutlich unter den ursprünglich ermittelten 380 000 Euro bleiben, erklärt Bauamtsleiter Udo Keuper mit aktuell günstigeren Preisen. Beauftragt mit den Arbeiten ist der mit 342 392 Euro wirtschaftlichste Anbieter, das Unternehmen Aquila Wasseraufbereitungstechnik mit Sitz in Wertheim, Baden-Württemberg. Der Verbandsgemeinderat, der eigens dafür in der Sommerpause tagte, erteilte den Auftrag einstimmig bei einer Enthaltung.
Bürgermeister Marc Hüllenkremer sieht die Investitionen schon deshalb gerechtfertigt, weil mit den Neuerungen auch Energieeinsparungen erwartet werden.
Kommunalaufsicht stimmt zu


"Wir schätzen, dass die Kosten sich binnen zehn Jahren amortisiert haben", teilt er auf Nachfrage mit. Die Kommunalaufsicht habe dem Vorhaben zugestimmt. Gut angelegt sieht er das Geld aber auch, weil das EGZ von Gästen wie von Bürgern gut angenommen werde. Und das nicht zuletzt dank Gruppen wie der Rheumaliga, Sportvereinen oder den Schwimmern der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG).

Extra

Das Erholungs- und Gesundheitszentrum, kurz EGZ, das 2001 seine Türen öffnete, besuchten laut Bürgermeister Hüllenkremer im Vorjahr etwa 56 000 Menschen, die auch für 2015 erwartet werden. Neben einem Schwimmbecken mit einer Wassertemperatur von 28 Grad Celsius gibt es ein 32 Grad warmes Bewegungsbecken mit Massagedüsen, Sprudelbank und Bodensprudel sowie ein Planschbecken für Kleinkinder. Unter dem gleichen Dach hält zudem eine moderne Saunalandschaft mit Dampfbad ihre Türen offen, was ein Solarium, Therapie- und Massageräume sowie ein Bistro ergänzen. urs