Satirisch, witzig, zeitkritisch

Begeistert waren die Zuschauer vom Homburger Frauenkaberett, das auf Einladung des SPD-Ortsvereins in Hetzerath gastierte. Das Motto der fünf Powerfrauen: ,,Alles was raus muss"

Hetzerath. (red) Die Erwartungshaltung der mehr als 300 Besucher in der Hetzerather Schulturnhalle war groß, als sie von der Ortsvereinsvorsitzenden Angelika Brost begrüßt wurden und es hieß: "Vorhang auf fürs Homburger Frauenkabarett".

Die Gäste waren gespannt, was den fünf Powerfrauen alles am Herzen lag, in den Kehlen steckte und einfach rausgelassen werden musste - getreu ihrem Motto ,,Alles was raus muss".

Von einer gut abgestimmten Technik in Ton und Beleuchtung wurde das kabarettistische Quintett in Szene gesetzt, das sowohl gesanglich wie sprachlich auf höchstem Niveu brillierte.

Schräge Kostüme und Requisiten



Satirisch, witzig, zeitkritisch, aber auch emotional bewegend gestaltete sich das Programm,aus Themen über Politik, Gesellschaft und alltäglichen Banalitäten, untermauert von dazu passenden, oft schrägen Kostümen und Requisiten.

Die Parodien waren gelungen: ob Angela Merkel im gelben Blazer, die Queen in Berlin, Heidi Klum beim Casting auf der Suche nach Deutschlands Politiker mit der größten erotischen Ausstrahlung, oder der rumzappelnde Matthias Richling.

Nicht mehr zum Lachen, sondern sehr nachdenklich und emotional bewegend gestaltete sich ein Beitrag über eine alte Frau im Altersheim mit "Rundumversorgung", in dem Geborgenheit, Fürsorge und persönliche Zuwendung nicht "all inclusive" waren.

Herzhaft gelacht wurde jedoch über die beiden Damen mittleren Alters, die schwadronierend ihr rosa Outfit bewunderten und durch einen Kleidertausch noch schicker und modischer daher kamen.

Auch der Hund musste noch raus



Zu Beginn ihres Auftritts ließen sie jedoch erstmal alles raus, was nicht drin bleiben durfte und noch alles raus musste. Der Homo sapiens aus dem Neandertaler, Osama aus dem Laden, das Vakuum aus dem Hirn, die Polypen aus Ulla Schmitt und - ach Gott - vorher musste auch der Hund noch raus.

Das Publikum war ganz einfach begeistert. Stehend spendeten die Zuschauer Applaus, der seinen Höhepunkt mit dem Zusammentreffen von Frau Stach und dem Dachdecker Herrn Bach erreichte. Mann und Frau waren sich einig, einen wunderbaren, kurzweiligen Abend genossen zu haben.